
Im Jahr 2008 reiste die deutsche Kanzlerin noch in ein Schwellenland. Heute hingegen treten ihr mit Chinas Präsident Hu Jintao und Premier Wen Jiabao Vertreter einer globalen Führungsmacht entgegen.
Angela Merkel wird ein anderes China vorfinden - selbstbewusster und stärker. "Unser Land steht an einer neuen Startlinie", sagte Vizepremier Li Keqi. China müsse sein Wachstumsmodell grundlegend ändern und setze dafür auf neue Ideen.
Die bisherige Stärke der Chinesen basierte auf den Exporterfolgen der Vergangenheit. 2009 verkaufte die Volksrepublik Waren im Wert von fast 1,2 Billionen Dollar an den Rest der Welt. Dieses Jahr werden es voraussichtlich 1,5 Billionen sein.
Doch das neue Selbstbewusstsein gründet nicht nur auf schierer Masse, sondern auf einer neuen Strategie, mit der man die USA und Europa schwächen will. Das Reich der Mitte setzt neuerdings auf qualitativ wertvollere Produkte. Billig war gestern. China entdeckt den Luxusmarkt.
Deutscher Exporterfolg als Vorbild
Als Vorbild dienen Deutschland und Japan, denn beide Länder haben sich mit hochwertigen Computern, Maschinenbauanlagen und Autos vom Rest der Welt abgesetzt.
Wer dauerhaft eine erfolgreiche Exportnation sein will, so die westliche Erfahrung, muss sich ins oberste Segment des Marktes vorwagen. Nur im Luxusbereich - siehe BMW - warten luxuriöse Gewinnmargen. Nur für Edelmarken - siehe Joop oder Kiton - scheint das Wachstum grenzenlos.
Chinas Firmen attackieren die Besten der Welt
Selbst im Westen Chinas, wo noch uralte Schwerindustrie zwischen Kleinbauernhöfen vor sich hinrostet, ist der neue Trend unübersehbar. Hier siedelt Apple-Zulieferer Foxconn, der in China vor allem Elektronikteile für die Unterhaltungsindustrie herstellt.
Überall stößt man jetzt auf Firmen, die es mit den Weltbesten aufnehmen wollen. Chinas Antwort auf Airbus und Boeing soll der Flugzeugbauer Comac aus Schanghai sein. Der Autokonzern Saic will mit seiner Marke Roewe der chinesische Mercedes sein.
Am Samstag besucht Merkel ein Unternehmen, das besonders ehrgeizig ins Ausland drängt: Build Your Dreams (BYD) hat es in nur 15 Jahren geschafft, von einer Batteriefabrik zum international umworbenen Autohersteller aufzusteigen. Daimler wird in Kooperation mit BYD bis 2013 ein Elektroauto auf den Markt bringen. Milliardär Warren Buffett hat 230 Mio. Dollar in BYD investiert.
Ja, sie haben einen Vertrag abgeschlossen, aber sie haben noch nicht die Züge exportiert.
ist abzusehen, ob die Züge wirklich halten was sie versprechen.
Außerdem stellt China nicht die Züge alleine her sondern arbeitet mit Deutschland, Frankreich, Japan und Kanada zusammen.
@blueworld
Sie sollen besser informieren und dann schreiben.
Schnellzüge will China exportieren hat es aber noch nice gemacht?
China hat am 15 Juli gerade seine Hochgeschwindigkeitszüge an Argentinien (Werte in Höhe von 10 Milliarden Dollar) verkauft.
@China - Europa 1:0
Schnellzüge will China exportieren hat es aber noch nice gemacht. Autos nur in Entwicklungsländer, weil die Auto meist minderwertig sind. Containerschiffe exportieren sie, aber oft zu westlichen Reedereien.
7 Kommentare
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