Offshore-Windparks
Eon und RWE treibt der Wind ins Ausland

Eon ist vor Borkum dabei - und auch RWE schaut sich in Deutschland schon nach den ersten Standorten für Offshore-Windparks um. Trotz des Engagements auf dem Heimatmarkt: Die deutschen Branchengrößen lenken ihre Investitionen im zukunftsträchtigen Geschäft mit der Windenergie vor allem ins Ausland.

DÜSSELDORF. Vor der britischen Küste an der Themsemündung ist Eon am zur Zeit ambitioniertesten Projekt beteiligt. "London Array" soll der weltgrößte Offshore-Windpark werden. Mehr als 270 Windturbinen sind geplant, die mit insgesamt 1 000 Megawatt (MW) fast die Leistung eines Atomkraftwerkes erreichen würden.

Bereits 2012 sollen sich zwei Drittel der Windräder drehen. Jüngst stockte Eon sein Engagement sogar auf und zahlte mit der dänischen Dong den bisherigen dritten Partner Shell aus. Eon und Dong werden das Projekt mit geschätzten Investitionskosten von 2,5 Mrd. Pfund (gut drei Mrd. Euro) jetzt jeweils zur Hälfte tragen.

Eon und RWE haben den Trend lange verschlafen, im vergangenen Jahr dann aber eine Offensive im Geschäft mit erneuerbaren Energien angekündigt. Zuerst gründete Eon eine eigene Tochtergesellschaft, wenig später RWE. Die beiden Konzerne versprechen sich zum einen in Anbetracht der steigenden Brennstoffkosten in ihren konventionellen Kraftwerken ein lukratives Geschäft, das sich schon bald auch ohne Subventionen tragen soll. Zum anderen wollen sie mit der Investition in die Windenergie ihre Klimabilanz verbessern. Durch schärfere Regeln im Emissionshandel kommen auf beide Konzerne milliardenschwere Belastungen in der Kohleverstromung zu. RWE ist Europas größter Emittent des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid, Eon steht auf Position zwei.

Beide Konzerne haben ambitionierte Ziele. Eon will den Anteil der erneuerbaren Energien an seiner Stromerzeugung von derzeit zwölf Prozent bis 2030 verdoppeln. Eon hat seine Ökostrom-Kapazitäten innerhalb eines Jahres auf 1 400 MW verdreifacht, bis 2010 sollen es 4 000 MW sein und bis 2015 10 000 MW. Konkurrent RWE möchte jedes Jahr über eine Mrd. Euro in den Bereich investieren und seine Kapazitäten von 1 300 MW im Jahr 2007 bis 2012 verdreifachen und 2020 auf über 10 000 MW bringen.

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