Oktober-Bilanz
US-Absatz von Porsche eingebrochen

Der US-Absatz von Porsche ist im Oktober eingebrochen. Der Automobilkonzern verkaufte in Nordamerika drastisch weniger Geländewagen Cayenne. Auch die Verkäufe der Marke VW sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat.

HB AUBURN HILLS. Bei Daimler-Chrysler hielt sich der Absatzrückgang in Grenzen. Der zweitgrößte US-Autobauer Ford verbuchte bei der Hauptmarke auf dem US-Markt ein Absatzeinbruch von mehr als einem Viertel. Glänzen konnte einzig der japanische Autokonzern Toyota. Im vorigen Monat sei der Absatz in den USA um 5,2 Prozent auf 173 086 Autos ausgeweitet worden. „Die Marktverhältnisse sehen vielversprechend aus“, sagte der für das operative Geschäft in den USA verantwortliche Toyota-Präsident Jim Press.

Der Rückstand von VW zum Vorjahr lag bei den Verkäufen in den USA nach den ersten zehn Monaten 2005 bei 17,1 Prozent. Insgesamt setzte die Marke VW dort seit Januar 180 200 Fahrzeuge ab. VW macht in den USA, dem größten Automarkt der Welt, derzeit hohe Verluste. Im September noch hatte VW binnen Jahresfrist ein Absatzplus von 3,7 Prozent auf 21 646 Fahrzeuge verzeichnet. Ein VW-Sprecher sagte, im Oktober habe sich parallel zu einer „extrem rückläufigen Entwicklung des Gesamtmarktes“ auch der Absatz von Volkswagen of America deutlich abgeschwächt.

Wirbelstürme und hoher Treibstoffpreis mindern Kauflust

Gründe für den allgemeinen Rückgang seien vor allem in den Wirbelstürmen, den damit zusammenhängenden Zerstörungen und den dadurch extrem gestiegenen Treibstoffpreis zu finden, sagte der VW- Sprecher. Durch die Rabattschlacht der Wettbewerber habe es Marktverzerrungen gegeben. „Gleichzeitig führt dies aber zu einer anziehenden Nachfrage nach verbrauchsgünstigen Fahrzeugen.“ So habe sich etwa der Diesel-Anteil beim neuen Jetta in den vergangenen Wochen verdoppelt.

2004 hatte VW in den USA einen operativen Verlust von knapp einer Milliarde Euro eingefahren. Für dieses Jahr rechnet VW mit keiner substanziellen Verbesserung. Konzernchef Bernd Pischetsrieder hatte gesagt, auch 2006 werde es schwierig, in den USA schwarze Zahlen zu schreiben.

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