Oktober-Zahlen
Weniger Pkw-Zulassungen in Europa

Weil die Verbraucher sich weiter mit Autokäufen stark zurückhalten, sind die Pkw-Neuzulassungen in Europa nach Angaben des Branchenverbandes ACEA auch im Oktober hinter dem Vorjahr zurückgeblieben.

HB FRANKFURT. Der deutsche Markt setzte sich aber im vergangenen Monat von dem negativen Trend ab und verzeichnete ein kräftiges Absatzplus. Die Zahl der Neuzulassungen in Europa sei binnen Jahresfrist um 3,5 Prozent auf 1,137 Millionen gesunken, teilte die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller ACEA in Brüssel mit. Weiterhin belaste die wirtschaftliche Unsicherheit den europäischen Automobilmarkt, hieß es zur Begründung. Zudem hätten weniger Arbeitstage als im Oktober 2003 zu dem Minus beigetragen. In Deutschland, dem größten Automobilmarkt Europas, ergab sich dagegen nach Monaten mit Absatzrückgängen nach Angaben von ACEA ein Plus von 4,5 Prozent auf 281 180 Fahrzeuge.

Von Jahresbeginn bis einschließlich Oktober sei der Pkw-Absatz in Europa um 1,1 Prozent auf 12,3 Millionen Einheiten gestiegen, hieß es. ACEA fasst als die wichtigsten Länder für den europäischen Automarkt die alten EU-Länder (ohne die zehn neuen Mitglieder) und die nordischen Länder Island, Norwegen und die Schweiz zusammen.

Deutliche Abschläge europaweit mussten im Oktober der italienische Autohersteller Fiat (minus 12,4 Prozent), der japanische Automobilkonzern Nissan (minus 16,6 Prozent) und der US-Hersteller General Motors (GM) (minus 9,5 Prozent) hinnehmen. Dagegen legte der koreanische Autoproduzent Kia um mehr als 100 Prozent auf rund 15 000 Fahrzeuge zu.

Deutsche Autobauer verzeichneten Zuwächse

Sämtliche deutsche Autobauer verzeichneten dagegen Zuwächse. Die BMW-Gruppe gewann um fast ein Viertel auf rund 63 700 Fahrzeuge hinzu. Der Wolfsburger VW-Konzern legte um 2,9 Prozent und der Stuttgarter Autohersteller DaimlerChrysler um 0,2 Prozent zu.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hatte den jüngsten überraschenden Anstieg in Deutschland mit einer großen Nachfrage nach neuen Modellen heimischer Hersteller sowie Kaufanreizen begründet. Trotz des Zuwachses rechnet das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) jüngsten Aussagen zufolge jedoch nicht damit, dass die Branche den rückläufigen Gesamttrend in der verbleibenden Zeit des Jahres noch umkehren kann.

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