Opel-Belegschaft wurde über Sanierungsplan informiert
GM setzt seine Sparziele in Europa durch

Der US-Autokonzern General Motors (GM) kann seine Sparvorgaben und den angekündigten Stellenabbau in Europa wie geplant durchsetzen. Die Hauptlast trägt erwartungsgemäß die größte europäische GM-Tochter Opel.

HB RÜSSELSHEIM/ZÜRICH. Zu betriebsbedingten Kündigungen wird es entgegen früherer Befürchtungen der Belegschaft aber wohl nicht kommen. Der weltgrößte Autobauer will mit dem Sanierungskurs seine Kosten um mindestens eine halbe Milliarde Euro jährlich senken und nach mehreren Verlustjahren im europäischen Autogeschäft wieder profitabel werden.

Wie im Oktober angekündigt sollen in Europa rund 12 000 Stellen wegfallen, etwa 10 000 in Deutschland bei Opel, sagte ein Sprecher von GM Europe am Donnerstag in Zürich, nachdem sich Betriebsrat und Management auf Eckpunkte eines Sparpaketes verständigt hatten. „Das Restrukturierungsprogramm soll im Laufe der nächsten beiden Jahre umgesetzt werden und einen Großteil der Einsparungen bereits 2005 erreichen“, teilte Opel in Rüsselsheim mit. Derzeit seien keine Werksschließungen geplant, eine Garantie für den Erhalt aller elf Standorte in Europa sei das aber nicht, sagte der GM-Sprecher.

„Das wichtigste Ziel aller Betriebsräte, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, wurde europaweit erreicht“, bilanzierte Gesamtbetriebsratchef Klaus Franz, nachdem die Beschäftigten - allein in Deutschland hat Opel 32 000 Mitarbeiter - informiert worden waren. Aus der Betriebsratsversammlung verlautete, die Kosten für den Stellenabbau beliefen sich für GM auf etwa eine Milliarde Dollar. Franz habe den Beschäftigten gesagt: „Wir haben GM rund eine Milliarde Dollar aus den Rippen geschnitten.“

Der Stellenabbau soll über freiwillige Abfindungsgebote sowie die Gründung von Beschäftigungsgesellschaften an den Standorten Rüsselsheim, Bochum und Kaiserslautern erreicht werden. Diese seien auf ein Jahr ausgelegt. Ein Mitarbeiter etwa, der mehr als 30 Jahre bei Opel gearbeitet und 3600 € monatlich verdient habe, erhalte eine Abfindung von 216 000 €, teilte der Betriebsrat mit. Zudem solle über Altersteilzeit, die Auslagerung von Opel-Unternehmensteilen, die Gründung von Gemeinschaftsunternehmen mit Partnern das Personal reduziert werden. Das GM-Management kommt in Europa auch nicht ungeschoren davon - etwa 15 % der Stellen soll in den Führungsetagen wegfallen.

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