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18.11.2008 
Krise in Rüsselsheim

Opel-Betriebsrat lehnt Lohnverzicht ab

Opel-Betriebsratschef Klaus Franz will einen Lohnverzicht nicht akzeptieren. Der kriselnde Mutterkonzern GM hatte von den Beschäftigten bei der deutschen Tochter Open in Rüsselsheim gefordert, eine Nullrunde bei den Lohnverhandlungen zu akzeptieren.

Der Vorsitzende des Opel-Gesamtbetriebsrates, Klaus Franz, lehnt den von GM geforderten Lohnverzicht für Opel-Mitarbeiter ab. Foto: dpaLupe

Der Vorsitzende des Opel-Gesamtbetriebsrates, Klaus Franz, lehnt den von GM geforderten Lohnverzicht für Opel-Mitarbeiter ab. Foto: dpa

HB RÜSSELSHEIM. "Wir werden das nicht akzeptieren", sagte Franz am Dienstag. Gemeinsam mit Arbeitnehmervertretern anderer Konzerntöchter habe sich das deutsche Unternehmen gegen die geforderte Nullrunde ausgesprochen.

Der Tarifvertrag für die Metallindustrie solle wie mit dem Management vereinbart mit einem Abschlag von einem Prozentpunkt bei Opel Anwendung finden. Darüber verhandele der Betriebsrat bereits mit der Geschäftsführung. Die Metall-Tarifparteien hatten sich auf eine gestaffelte Lohnerhöhung von 4,2 Prozent ab Februar geeinigt.

Die geplante Bürgschaft von Bund und Ländern sei für das Unternehmen unabdingbar, sagte Franz. Der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge hat die Bürgschaft ein Volumen von 1,8 Mrd. Euro. Diese Summe basiere auf dem "schlimmsten, anzunehmenden Fall", berichtete das Blatt unter Berufung auf an den Rettungsgesprächen beteiligte Personen. Opel wollte die Zahl nicht kommentieren. Betriebsratschef Franz sagte, es gebe "ausstehende Forderungen im Milliardenhöhe, die von der Konzernmutter eventuell nicht erbracht werden könnten." Zudem sei das Geld notwendig, um geplante Investitionen abzusichern, die den Fortbestand von Opel garantieren sollen.

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