Opel-Chef Neumann
„Das Billigsegment überlassen wir anderen“

Opel-Chef Neumann äußert sich auf Twitter zur Modellpolitik der Rüsselsheimer. Man wolle nicht mit der Billigkonkurrenz wie Dacia konkurrieren. Außerdem sei ein neues Elektroauto geplant.
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RüsselsheimEs war nur eine Äußerung von Opel-Chef Karl-Thomas Neumann in einem Interview mit der Financial Times, die Anfang der Woche weite Kreise zog. „Wir glauben, dass es Möglichkeiten für Opel gibt, mit so etwas wie einem Einstiegs-Modell auf den Markt zu kommen“, hatte Neumann gesagt. Erste Eckdaten des neuen Modells lieferte die Zeitung gleich mit: Kleiner als der Opel Adam soll das neue Auto sein, der Einstiegspreis soll weniger als 10.000 Euro betragen. Macht Opel jetzt Dacia Konkurrenz?, fragte sich die Branche. Nun antwortet der Opel-Chef auf Twitter.

„Planen ein neues Einstiegsmodell! Kein Billigmodell", twitterte Neumann. Darum setze man auch beim neuen Modell auf Qualität und deutsche Ingenieurskunst. Allzu billig soll das nicht werden. „Opel wird sich nicht ins Low-Budget-Segment bewegen. Diesen Platz überlassen wir gerne anderen“, so Neumann weiter. Das neue Modell soll sich preislich unterhalb von Astra und Adam bewegen. Allerdings ziele man nicht auf die Zielgruppe der Schwestermarke Chevrolet, die sich aus Europa zurückziehen will.

Auch Befürchtungen, dass Opel sich mit dem Auslaufen des Ampera aus der Elektromobilität zurückziehen will, versucht der Opel-Chef auf Twitter zu zerstreuen. Anfang der Woche hatte die „Automotive News Europe“ berichtet, dass das Elektroauto Ampera im Jahr 2015 aus dem Programm gestrichen werden soll. Dann steht das Facelift für das baugleiche Schwestermodell Chevrolet Volt an, das die Opel-Version nicht mehr mitmachen werde.

„Nach Auslauf der aktuellen Ampera-Generation werden wir ein Nachfolgeprodukt im Elektroauto-Segment auf den Markt bringen“, verspricht Neumann nun. Man wolle sich nicht komplett aus der Elektromobilität zurückziehen, sie sei für Opel weiter ein wichtiger Teil der Mobilität und man arbeite daran, Elektroautos erschwinglicher zu machen. Unter welchem Namen und in welcher (Preis-)Klasse das neue Elektroauto unterwegs sein soll, verrät der Opel-Chef noch nicht. Nur der Zeitrahmen stehe schon fest. „Das nächste Elektroauto von Opel/Vauxhall wird Teil der großen Modell-Offensive (27 neue Modelle bis 2018) sein“, so Neumann weiter.

Der Ampera hatte sich zuletzt äußerst schwach verkauft: Lediglich 332 Einheiten fanden in den ersten fünf Monaten in Europa einen Käufer, in Deutschland gab es im kompletten ersten Halbjahr lediglich 46 Neuzulassungen. Der Viersitzer kostet aktuell 38.260 Euro.

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  • Wahrscheinlich hat das neue Elektroauto von Opel einen Benzinmotor und eine elektrische Zahnbürste welche den Namen i-tooth trägt.

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