Opel erreicht Gewinnschwelle

Neumann sieht wieder schwarz

Jahrelang fuhr der deutsche Autobauer Opel rote Zahlen ein. Im abgelaufenen Quartal erreicht die GM-Tochter erstmals seit 2011 wieder die Gewinnschwelle. Vorstandschef Karl-Thomas Neumann versprüht Optimismus.
Update: 21.04.2016 - 14:38 Uhr
Der Opel-Chef will den Autobauer dauerhaft in die Gewinnzone zurückführen. Quelle: dpa
Karl-Thomas Neumann

Der Opel-Chef will den Autobauer dauerhaft in die Gewinnzone zurückführen.

(Foto: dpa)

Detroit/RüsselsheimOpel hat nach jahrelangen Verlusten im ersten Quartal die Gewinnschwelle erreicht. Die Europa-Tochter des US-Konzerns General Motors beendete das Quartal mit einem operativen Verlust von 6 Millionen Dollar (5,3 Millionen Euro). Das war das beste Quartalsergebnis seit dem Frühjahr 2011, als Opel letztmals einen Gewinn gemacht hatte.

Auch bei der Konzernmutter General Motors (GM) lief es rund. Dank weiterhin brummender Geschäfte in Nordamerika konnte der größte US-Autobauer seinen Nettogewinn zu Jahresanfang auf zwei Milliarden Dollar mehr als verdoppeln. Das Unternehmen profitiert im Heimatmarkt vor allem von der starken Nachfrage nach Geländewagen und Pick-up-Trucks, die auch durch die gesunkenen Benzinpreise angeschoben wird. Der Umsatz stieg um 4,5 Prozent auf 37,3 Milliarden Dollar. Die GM-Aktie legte vorbörslich deutlich zu.

Die Rückkehr der Baby-Corvette
Der GT-Mythos
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Ein Mythos kehrt zurück: Als Opel mit dem GT auf der IAA 1965 erstmals einen Sportwagen präsentierte, war das Publikum begeistert. Die dynamisch geschwungenen Konturen, das sanft abfallende Heck und moderne Klappscheinwerfer – all das passte nicht so recht nach Rüsselsheim, von wo aus Opel seinerzeit eher mit praktischen Mittelklassefahrzeugen wie dem Kadett oder dem Rekord Verkaufserfolge feierte. Doch der GT entwickelte sich schnell zum Kultfahrzeug. Vor allem ....

„Baby-Corvette“
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... in den USA wurde der Wagen als leichter motorisierte „Baby“-Variante der ebenfalls von GM gefertigten Corvette gefeiert, weil das Design vom gleichen Team stammt. Der Werbeslogan für den GT klingt noch heute in vielen Ohren bekannt: „Nur fliegen ist schöner.“ Nun plant Opel unter Vorstandschef Karl-Thomas Neumann eine Neuauflage des GT – allerdings ...

Konzeptfahrzeug
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... vorerst nur als Konzeptfahrzeug. Auf dem Autosalon in Genf, der im März startet, soll der Opel GT Concept Premiere feiern. Wie das Vorbild aus den 1960er Jahren wird auch die Neuauflage vom Heck angetrieben. Der Motor befindet sich in der Frontmitte. Laut Opel stammt die Entwicklung aus direkter Linie vom ursprünglichen GT und dem Monza Concept ab, der 2013 auf der IAA gezeigt wurde. Schon in der Ursprungsvariante ...

Breiter Einstieg
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... überzeugte der GT mit großen Türen, die zwar einen niedrigen, aber dennoch komfortablen Einstieg ermöglichen. In der Konzeptvariante wird dieses Merkmal noch ausgebaut: Die Lackfläche geht nahtlos in die Glasfläche der Seitenscheiben über. Auf Knopfdruck öffnen sich die Türen elektrisch und tauchen zum Teil in die vorderen Radhäuser ein, was einen großen Öffnungswinkel ermöglicht.

Keine toten Winkel
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Aufmerksame Beobachter haben es schon bemerkt: Beim GT Concept fehlen die Seitenspiegel. Stattdessen verfügt der Wagen über zwei Kameras in den vorderen Radkästen, die ihre Bilder auf zwei Monitore im Fahrzeuginneren übertragen. Das ermögliche einen „sicheren Überblick im Stadtverkehr“, so Opel in einer Mitteilung. „Die Zeit der Seitenspiegel und toten Winkel ist damit vorbei.“

Targa-Feeling
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Auffällig ist auch die rote Signaturlinie, die sich von den Vorderreifen bis ins ausfließende Heck zieht. Die Frontscheibe setzt sich in einem gläsernen Panorama-Dach fort. So soll dem Fahrer das Gefühl eines Targa-Dachs vermittelt werden – also eines Autodachs mit herausnehmbaren Mittelteil. Wie schon beim Vorbild bleibt das Dach des GT Concept allerdings geschlossen und nicht abnehmbar.

Turbomotor
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Opel hat im GT Concept einen Einliter-Dreizylinder-Turbomotor verbaut, der 145 PS Leistung bietet. Er entwickelt ein Drehmoment von 205 Newtonmetern. Bedient wird das Sechs-Gang-Getriebe per Schaltwippe am Lenkrad. Mit einem Gewicht von unter 1000 Kilogramm beschleunigt der Wagen in weniger als acht Sekunden auf Tempo 100 – die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 215 km/h. Der rote Vorderreifen ...

Im ersten Quartal hatte GM im Europa-Geschäft mit Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall noch ein Minus von 200 Millionen Dollar verbucht. Das Management hatte als Ziel ausgegeben, hier 2016 die Wende zu schaffen. Der Rivale Ford war hier aber schneller. Der zweitgrößte US-Autobauer fuhr in Europa bereits im vergangenen Jahr schwarze Zahlen ein.

Opel-Chef Karl-Thomas Neumann dankte den Mitarbeitern in einem Rundschreiben: „Unser Start ins Jahr 2016 ist geglückt. Opel/Vauxhall hat im ersten Quartal die Gewinnschwelle erreicht. Wir haben damit nicht nur die Erwartungen der Finanzanalysten übertroffen, sondern auch unsere eigene finanziellen Ziele.“ Die schwarze Null für das Gesamtjahr 2016 sei aber kein Selbstläufer.

Der Marktanteil der Marken Opel und Vauxhall in Europa blieb trotz stark angestiegener Stückzahlen bei 6,1 Prozent unverändert zum Vorjahresquartal, wobei sich der deutsche Markt besser entwickelte als der britische.

  • dpa
  • rtr
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