Opel
Fiat-Chef auf Deutschlandtour

Sergio Marchionne lässt nicht locker. Der Fiat-Chef tourt erneut durch Deutschland, um für die Übernahme von Opel durch den italienischen Autobauer zu werben. Angeblich auf dem Programm: Treffen mit gleich zwei Ministerpräsidenten.

HB FRANKFURT. Der Chef des italienischen Autokonzerns Fiat, Sergio Marchionne, kommt am Freitag zu Gesprächen über die Zukunft des Autobauers Opel nach Deutschland. Nach unbestätigten Angaben wird sich Marchionne mit dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) und seinem rheinland-pfälzischen Kollegen Kurt Beck (SPD) treffen, um beide von seinen Plänen für Opel zu überzeugen.

In Hessen und Rheinland-Pfalz befinden sich wichtige Opel-Standorte. Fiat ist bereit, den kriselnden Konkurrenten zu übernehmen, fordert dafür aber staatliche Bürgschaften in Milliardenhöhe.

Unterdessen warnte EU-Industriekommissar Günther Verheugen vor Scheinlösungen für Opel und die Konzermutter General Motors (GM). "Ich möchte eine marktwirtschaftlich saubere Lösung für GM und seine Marken in Europa. Am Ende muss ein Unternehmen stehen, das langfristig wettbewerbsfähig ist", sagte Verheugen der "Passauer Neuen Presse". Mit einer politischen Scheinlösung würde man nur Zeit kaufen.

Dass es rasch zu einer Lösung für Opel kommen werde, sieht Verheugen nach eigenen Worten mit vorsichtigem Optimismus. Allerdings wisse noch niemand, was aus GM werde und welche Entscheidungen dazu in den USA fielen.

Eine Insolvenz von GM sei nicht die einzige Möglichkeit. "Die amerikanische Regierung wird unter Umständen nicht davor zurückschrecken, bei General Motors selbst einzusteigen. Dann hätten wir eine neue Situation", sagte der Vizepräsident der EU-Kommission. "Wir hätten es nicht mehr mit angestellten Managern zu tun, sondern direkt mit Washington.

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