Opel
Forster muss gehen, ein harter Sanierer kommt

Die Würfel sind gefallen. GM-Europachef Carl-Peter Forster muss abtreten. Dafür übernimmt Nick Reilly, Chef des internationalen Geschäfts von General Motors, die Sanieung von GM Europe. Fast zeitgleich ist Dirk Pfeil, Ländervertreter in der Opel-Treuhand, abberufen worden.
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hz/HB DÜSSELDORF. Nach dem Stopp des Opel-Verkaufs durch General Motors verlässt Carl-Peter Forster den Konzern. Wie das Handelsblatt aus gut informierten Kreisen erfahren hat, kommt dafür Nick Reilly zu GM Europe. Reilly ist derzeit noch Chef des internationalen Geschäfts bei GM. Er soll GM Europe sanieren. In den USA würde man seinen Posten Chief Restructuring Officier (CRO) nennen.

Der Ländervertreter in der Opel-Treuhand, Dirk Pfeil, muss das Gremium verlassen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa berufen die vier Bundesländer mit Opel-Standorten das FDP-Mitglied ab. Grund sei ein kompletter Vertrauensverlust in Pfeil. Pfeils Nachfolger wird demnach der nordrhein-westfälische Wirtschaftsstaatssekretär Jens Baganz (CDU).

Die Adam Opel GmbH will sich zum Personalkarussel nicht äußern. Konzernchef Fritz Henderson hatte am Donnerstag angekündigt, GM werde in Kürze ein Übergangsteam bilden, um die Restrukturierung zu leiten. Mit der Ablösung Forsters wurde seit Tagen gerechnet. Der langjährige Opel-Lenker hatte sich wiederholt für den Einstieg von Magna stark gemacht.

Nach dem Scheitern der Transaktion kritisierte er die Entscheidung des GM-Verwaltungsrats öffentlich. „So ein plötzlicher Schwenk ist kaum nachzuvollziehen“, sagte Forster in Interviews. Er hätte sich gewünscht, „dass es zu einem ganz anderen Ergebnis kommt“. Er wisse nicht, wie es weitergehen und wie Opel nun saniert werden solle: „Ich glaube, die wichtigen Herren, die das entschieden haben, wissen es selbst nicht.“

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  • Forster muß gehen

    Da stimme ich aruba voll zu. Außerdem hat er Opel von
    2001 bis jetzt auch nicht saniert oder sich gegen GM(USA) durchgesetzt, ansonsten hätte ja Opel (Europa)
    nicht pro Jahr 1 Milliarde € Verlust. Außerdem hat er
    scheinbar wieder einen Job (TATA). So manch ein Opelmitarbeiter(in) dürfte in einer schlechteren Lage sein. Die 1,5 Milliarden Überbrückungskredit sind nach meiner Meinung auch weg, die wurden ja nicht GM(USA) gegeben, sondern der Opel-Treuhand bzw. der Opel GmbH nach der Herauslösung von GM. Da Opel trotz
    der guten Verkaufszahlen schön Minus macht, ist dieser Kredit ja bald verbraucht. Und ob die idee mit
    einem Zwitter-Auto (Elektro + benzinmotor) die Lösung
    der Zukunft ist, bezweifle ich stark. ich erwarte eine ähnliche Abwicklung von OPEL wie bei GM. Dann sind die auch hier eine Menge Verbindlichkeiten los und können in aller Ruhe den GM-Konzern für die Zukunft strukturieren (oder der ganze Laden geht den
    bach runter). Auf jeden Fall legt GM bestimmt keinen
    großen Wert auf die Meinung von Herrn Dudenhöffer.

  • Das Management von Opel hat den Niedergang vorsätzlich seit 10 Jahren, so Hr. Franz, herbeigeführt. Hr. Franz weigerte sich sich aber auch etwas für die Mitarbeiter zu unternehmen. Er ließ zu, daß Opel (Lopez) die Qualität abschaffte.

  • Guten Tag,
    endlich zeigen die Amis mal wieder wo der Hammer hängt. Obama schickt sicher eine beileidsmail an Mrs.Mörkel

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