Opel/GM
GM hält sich bei Opel Türen offen

Ganz so einfach entlässt der angeschlagene US-Autobauer General Motors seine deutsche Tochter Opel dann vielleicht doch nicht in die Unabhängigkeit. Denn GM will sich bei der angepeilten Opel-Übernahme durch den Zulieferer Magna ein großes Hintertürchen offen lassen - das letztlich den ganzen Deal in Frage stellt.

HB FRANKFURT. Der bisherige Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) fordert laut einem Zeitungsbericht eine Rückkaufoption für den europäischen Autobauer. Dies habe GM zur Vorgabe für den Verkauf von Opel durch die staatlich kontrollierte Treuhandgesellschaft gemacht, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf gut informierte Kreise.

Für den favorisierten Bieter Magna würde dies die angestrebte Übernahme von Opel deutlich unattraktiver machen, weil GM sich dann eines Tages die Früchte einer erfolgreichen Sanierung von Opel sichern könnte, schreibt das Blatt. "Magna wird sich deshalb auf eine solche Rückkaufoption keinesfalls einlassen", hieß es aus den Kreisen. Es handele sich aber voraussichtlich um kein unüberwindbares Hindernis für einen Abschluss der geplanten Transaktion.

Opel gehört seit kurzem zu 65 Prozent der Treuhandgesellschaft. Diese arbeitet auf Basis eines Vertrages mit Vorgaben der Bundesregierung und von GM. Der amerikanische Konzern selbst, der nach der Insolvenz gerade neu geordnet wird, hält noch 35 Prozent der Anteile. Bis Mitte Juli soll ein verbindlicher Kaufvertrag über 55 Prozent mit dem Automobilzulieferer Magna und seinen russischen Partnern, der staatlichen Sberbank sowie dem Autohersteller GAZ, unterzeichnet werden. Weitere zehn Prozent wollen die Beschäftigten von Opel erwerben.

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