Opel
GM lässt Magna hoffen

In die Hängepartie um Opel kommt wieder Bewegung. Der amerikanische Opel-Mutterkonzern General Motors und der österreichisch-kanadische Zulieferer Magna haben sich bei den Übernahmeverhandlungen offenbar deutlich angenähert.

BERLIN/FRANKFURT. Der Opel-Mutterkonzern General Motors lenkt angesichts des massiven politischen Drucks bei der Suche nach einem neuen Investor für die deutsche Tochter offenbar ein. GM rechnet nun mit einer baldigen Entscheidung über die Zukunft des Rüsselsheimer Autobauers. Was „bald“ heißt, bleibt aber offen. Während die Bundesregierung bis Freitag mit einer Einigung auf einen Investor für Opel spekuliert, rechnen GM-Kreise mit weiteren 14 Tagen Verhandlungsbedarf.

„Wir haben GM dringend gebeten, die Verhandlungen mit Magna in wenigen Tagen zu einem positiven Abschluss zu bringen“, sagte Hessens Finanzstaatssekretär und Opel-Taskforce-Mitglied Thomas Schäfer dem Handelsblatt. Eine Vorentscheidung über einen Opel-Eigner rückt damit näher.

Mehrere deutsche Spitzenpolitiker hatten am Wochenende klar gemacht, nur Magna und seine beiden russischen Partner als neuen Opel-Investor akzeptieren zu wollen. „General Motors hat erkannt, dass ein Crashkurs gegen die Interessen der deutschen Politik nicht sinnvoll ist“, betonte Schäfer. Magna sei weiter der Favorit von Bund und Ländern. GM hat sich bisher nicht auf einen Investor festgelegt, aber aus seiner Präferenz für den Finanzinvestor RHJ International keinen Hehl gemacht. GM will nach eigenen Angaben nun „in Kürze“ beide Angebote bewerten.

Die Chancen für Magna auf einen Zuschlag im Bieterverfahren steigen aber. „General Motors hat erklärt, dass man mit Magna in zwei Dritteln der Punkte einig ist und die noch offenen Fragen in den nächsten 48 Stunden klären kann“, berichtete Schäfer über die Verhandlungen zwischen Bund, Ländern, General Motors (GM) und Magna am Dienstagabend in Berlin.

Dennoch favorisiert offenbar ein Teil des US-Managements von GM weiter einen Zuschlag für den Finanzinvestor RHJ. Magna habe sich in den jüngsten Verhandlungen für GM nicht ausreichend bewegt, sagte ein Insider. Es werde befürchtet, dass Russland am Ende das Sagen bei der Magna-Seite bekommt. Aus diesem Blickwinkel führe eigentlich für GM kein Weg an RHJ vorbei, heißt es in Finanzkreisen.

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