Opel-Interessent
Fiat schließt laut Minister Entlassungen aus

Der an Opel interessierte Autobauer Fiat hat der italienischen Regierung offenbar Arbeitsplatzgarantien gegeben. Als Gegenzug zu den staatlichen Hilfen für den Autobauer garantiert Fiat italienischen Regierungsangaben zufolge für den Erhalt von Werken und versprach, keine Mitarbeiter zu entlassen.

HB MAILAND/TURIN. Als die Regierung Hilfen für die Autobranche genehmigt habe, habe Fiat im Gegenzug zugesagt, weder Mitarbeiter zu entlassen noch Werke zu schließen, sagte Industrieminister Claudio Scajola der Zeitung „La Repubblica“ vom Samstag. Fiat will mit Opel und dem insolventen US-Autobauer Chrysler einen globalen Autokonzern mit Sitz in Europa formen. Ein Konzept will Fiat am 20. Mai vorlegen. Treffen mit Gewerkschaften, die die Schließung von Werken in Italien befürchten, sowie der Regierung sind geplant.

Das Vorhaben beunruhige ihn nicht, sagte Scajola. „Ich mache mir Sorgen, aber nicht über das mögliche Abkommen mit Opel. Ich mache mir Sorgen über den weltweiten Automarkt, dessen Absatz um 30 bis 40 Prozent eingebrochen ist. Die Transaktion mit Chrysler und die Gespräche mit Opel sind die Antwort auf diese Turbulenzen.“ Fiat war vor kurzem mit 20 Prozent bei Chrysler eingestiegen.

Mehrere tausend Beschäftigte des Konzerns haben am Samstag unterdessen in Turin für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert. Die aus dem ganzen Land angereisten Mitarbeiter verlangten eine Arbeitsplatzgarantie von dem Unternehmen. Sie befürchten, dass ihre Jobs durch eine Zusammenarbeit von Fiat mit den US-Konkurrenten Chrysler und General Motors in Gefahr geraten und Werke geschlossen werden. Nach Gewerkschaftsangaben beteiligten sich 15 000 Arbeiter an der Kundgebung vor dem Fiat-Hauptsitz in Turin, die Polizei gab die Zahl mit 3000 an.

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