Opel
Koch sieht für Magna keine Stolpersteine

Der Autozulieferer Magna bleibt im Rennen um einen Einstieg bei Opel vorn. Und Hessens Ministerpräsident Roland Koch hat von seiner Reise in den USA noch andere Nachrichten für die Opelaner mitgebracht.

HB WASHINGTON. Die Führung des US-Autobauers General Motors (GM) hat den Zeitplan für den Abschluss eines Investorenvertrags für die bisherige Europa-Tochter Opel im Sommer bestätigt. Das berichtete der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) in der Nacht zum Dienstag in Washington nach einem Gespräch mit GM-Chef Fritz Henderson in Detroit. "Deshalb wird mit Hochdruck verhandelt." Der österreichisch-kanadische Zulieferer Magna sei in dem Verfahren der bevorzugte Bieter, eine Einigung sei möglich: "Ich sehe im Augenblick keine wirklichen Stolpersteine."

Opel liege beim laufenden Finanzbedarf genau im Rahmen der staatlichen Bürgschaft, sagte der Chef von Opel in Europa, Carl-Peter Forster, nach Kochs Angaben bei dem Treffen. Koch drang auf einen möglichst schnellen Vertragsabschluss. Jeden Monat fielen bei Opel Verluste von etwa 100 Millionen Euro an, die derzeit vom deutschen Steuerzahler getragen würden.

Bei Opel in Rüsselsheim bereite Magna mit einem Team von 40 bis 50 Spezialisten den Investorenvertrag vor, sagte Koch. Mit anderen Interessenten werde nur Kontakt gehalten. "Fiat ist an diesen Gesprächen nicht beteiligt." Auf einen Termin für den Vertrag wollte sich Koch nicht festlegen. Er dringe darauf, dass nicht eine Woche verschwendet werde. "September ist schon herbstlich." Wenn der Abschluss die bei dem Spitzentreffen im Kanzleramt vereinbarten Zusagen beim Erhalt von Arbeitsplätzen einhalte, würden Bürgschaften von weiteren drei Milliarden Euro erteilt.

Für Dienstag standen in Washington Gespräche mit der amerikanischen Zentralbank, dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank auf Kochs Programm.

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