Opel
Magna und GM einig über Opel-Konzept

Jetzt also doch: Der Autozulieferer Magna hat ein neues Konzept für eine Opel-Übernahme vorgelegt - und ist sich mit der Konzernmutter General Motors offenbar einig geworden. Noch sind aber wichtige Details zu klären. Entscheidende Stunden in Berlin.

hz/HB DÜSSELDORF. Das Blatt hat sich gewendet für Opel. Noch am Morgen stand der ganze zweite Rettungsgipfel infrage. Nun sieht die Lage offenbar wieder besser aus. Opel steht kurz vor der Rettung. Der österreichisch-kanadische Konzern Magna einigte sich mit der Opel-Mutter General Motors (GM) grundsätzlich auf eine Übernahme des angeschlagenen Rüsselsheimer Autobauers. Dies meldet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Regierungskreise am Freitag in Berlin.

Über die Absichterklärung soll bei dem Opel-Spitzentreffen der Bundesregierung am Freitagabend beraten werden. Wie es hieß, hat Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier (SPD) bei einem Gespräch mit Magna-Chef Frank Stronach die Verständigung erreicht. So sei auch eine Einigung über die Lizenzgebühren erzielt worden. Andere Fragen wie das bislang von der US-Regierung abgelehnte Treuhand-Modell seien aber noch offen.

Wegen der Gespräche zwischen GM und Magna wurde ein Regierungstreffen zu Opel im Kanzleramt von 16.00 auf 18.00 Uhr verschoben. An dem Spitzengespräch sollten neben Merkel auch Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier (SPD), Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) sowie die Ministerpräsidenten aus den vier Bundesländern mit Opel-Standorten teilnehmen.

Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sagte in Berlin: "Es gibt neue Vorstellungen von Magna. Die werden derzeit mit GM noch verhandelt und gleichzeitig auch von uns überprüft." Es sei noch nicht sicher, ob noch am Freitag eine Entscheidung falle, "weil diese Prozesse natürlich auch entsprechend klar überprüft werden wollen", betonte der CSU-Politiker. "Wenn einige sagen, dass wir in den nächsten ein, zwei Stunden schon eine Lösung haben, dann muss das nicht der Fall sein." Dennoch sieht es so aus, als ob in letzter Minute eine Opel-Rettung wieder in greifbare Nähe gerückt sein könnte.

Das Opel-Spitzentreffen am Freitagnachmittag im Kanzleramt finde nun doch statt, hatte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) am Freitag beim Betreten des Kanzleramtes bereits zuvor gesagt. Rüttgers erwartet ein Ergebnis bei der Opel-Spitzenrunde in Berlin. Sollte es kein Ergebnis geben, müsse es beim Opel-Mutterkonzern General Motors personelle Konsequenzen geben, sagte Rüttgers vor dem Treffen im Kanzleramt. Das bisherige Verhalten von GM bezeichnete er als "inakzeptabel".

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