Opel-Mutter
GM steigt möglicherweise bei Peugeot ein

Die Gespräche über eine Allianz von General Motors und PSA Peugeot Citroen stehen offenbar kurz vor dem Abschluss. Zunächst wolle die Opel-Mutter fünf Prozent an dem Autobauer kaufen, hieß es aus Insiderkreisen.
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Paris/New YorkDie Opel-Mutter General Motors will offenbar ihre angestrebte Europa-Allianz mit PSA Peugeot Citroen über einen Einstieg bei dem angeschlagenen französischen Rivalen festigen. Eine Einigung sei schon in den nächsten Tagen möglich, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Montag aus dem Umfeld der Verhandlungen. Zunächst wolle der US-Autoprimus wohl weniger als fünf Prozent an Peugeot kaufen. Die Gespräche darüber seien weit fortgeschritten, eine Einigung aber noch nicht fix. GM wollte sich nicht dazu äußern. Von Peugeot lag zunächst keine Stellungnahme vor.

In der Vorwoche war aus Verhandlungskreisen bekanntgeworden, dass der klamme Peugeot-Konzern und der auf Rekordgewinnen sitzende Detroiter Konkurrent eine umfassende Zusammenarbeit ausloten. Ziel sei es, mit gemeinsamen Modell-Plattformen und Größenvorteilen die Herstellungskosten zu drücken und so die Verluste im Europa-Geschäft zu verringern. Kern einer solchen Allianz könnte demnach eine Zusammenarbeit von Peugeot und Opel bei gewöhnlich margenschwachen Kleinwagen sein. Diese müssen in möglichst großer Zahl mit vielen gleichen Komponenten vom Band rollen, um die Kosten zu drücken. Aus diesem Grund haben sich vor zwei Jahren auch Daimler und Peugeot-Konkurrent Renault verbündet.

GM und Peugeot stehen unter Handlungsdruck: Peugeot ist mit seinen Werken im Hochlohnland Frankreich sowie wegen der Abhängigkeit vom Heimatmarkt und den südeuropäischen Schuldenstaaten der am heftigsten von der Konjunkturflaute betroffene Autobauer. Die Franzosen waren zuletzt im Kerngeschäft in die Verlustzone gerutscht und haben herbe Einschnitte angekündigt. Mit Hilfe von GM könnte Peugeot seine Position im internationalen Geschäft verbessern. Opel und die Konzernschwester Vauxhall wiederum sind die Sorgenkinder des weltgrößten Autokonzerns GM: Die Rüsselsheimer kommen seit Jahren nicht aus den Verlusten. Wegen schwindender Marktanteile in Europa jagt eine Sanierung die nächste.

In der vergangenen Woche hieß es von eingeweihten Personen, eine enge Kapital-Verflechtung zwischen den beiden Konzernen sei zunächst nicht geplant. Allenfalls würden kleinere Aktienpakete ausgetauscht, was nur einen symbolischen Stellenwert hätte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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