Opel-Mutter
USA verkaufen weitere Anteile an GM

Während der Finanzkrise übernahm die US-Regierung große Teile der Opel-Mutter GM. Nun zieht sich die USA Stück für Stück aus dem Unternehmen zurück: die Anteile sollen verkauft werden - mit Milliardenverlust.
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WashingtonDie US-Regierung setzt ihren Ausstieg aus der während der Finanzkrise geretteten Opel-Mutter General Motors (GM) fort. Das Finanzministerium wird nach Angaben vom Mittwoch bereits am Donnerstag 30 Millionen Aktien im Zuge der Wiederaufnahme des Autobauers in den prestigeträchtigen Aktienindex S&P-500 verkaufen. Bei dem gegenwärtigen Aktienkurs von 34,26 Dollar ist dieser Anteil gut eine Milliarde Dollar wert.

Die Regierung will bis Anfang nächsten Jahres ganz bei GM aussteigen. Derzeit hält der Staat noch einen Anteil von fast 18 Prozent. Im Dezember hatte die Regierung bereits 200 Millionen Aktien zurück an die Firma verkauft. Sie besaß nach der staatlichen Rettung im Volumen von knapp 50 Milliarden Dollar zunächst einen Anteil von gut 60 Prozent an GM. Es gilt als sicher, dass die Regierung bei dem Ausstieg letztendlich einen Milliardenverlust verbuchen muss. Allerdings war das erklärte Ziel der Aktion nie, einen Gewinn einzustreichen, sondern vielmehr Arbeitsplätze zu sichern.

Gleichzeitig mit der Regierung plant die Autoarbeitergewerkschaft UAW den Verkauf von 20 Millionen Aktien - dadurch kommen insgesamt 50 Millionen Papiere unter den Hammer. Die Regierung wird nach dem Verkauf noch immer rund 212 Millionen GM-Aktien halten, die derzeit insgesamt 7,4 Milliarden Dollar wert sind. Bislang hat die Regierung bei der Privatisierung des Traditionskonzerns 31,7 Milliarden Dollar eingenommen - damit beläuft sich das Minus bislang noch auf 17,7 Milliarden Dollar.

Die staatliche Rettung hatte GM die Mitgliedschaft im S&P-500-Index gekostet. Die bevorstehende Wiederaufnahme am Donnerstag nach US-Handelsschluss ist damit ein besonderer Schritt. Da sich viele Anleger an der Zusammensetzung des Index orientieren, kann die Aufnahme dem GM-Kurs zusätzlichen Auftrieb geben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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