Opel und Peugeot: Machnig soll zentraler Ansprechpartner werden

Opel und Peugeot
Eine Allianz der Abgehängten

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Machnig soll zentraler Ansprechpartner werden

Die IG Metall war von der Nachricht über den bevorstehenden Verkauf am Mittwoch überrascht worden und hatte kritisiert, sie sei nicht in die Verhandlungen eingebunden. Auch die Bundesregierung verlangte eine Beteiligung der Arbeitnehmervertreter.

Nach Einschätzung des Branchenexperten Dudenhöffer stehen im Falle einer Übernahme von Opel durch PSA Tausende Jobs auf dem Spiel. Vor allem am Stammsitz Rüsselsheim könnten zentrale Einheiten verkleinert oder ganz abgebaut werden, weil ihre Aufgaben im Konzern übernommen werden könnten. Betroffen wären etwa der Einkauf, der Vertrieb, das Marketing sowie Teile des Entwicklungszentrums. Mindestens ein Drittel der rund 15.000 Jobs in Rüsselsheim stünde bei einer Übernahme zur Disposition.

Als zentraler Ansprechpartner für die geplante Übernahme von Opel durch Peugeot soll auf deutscher Seite der Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig agieren. Er soll die Koordination zwischen Bund und Ländern übernehmen und auch zentrale Anlaufstelle für die Unternehmensführung von Opel und GM sein, wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Kreisen des Wirtschaftsministeriums erfuhr.

Machnig gilt als Experte in Sachen Opel. Schon als Wirtschaftsminister in Thüringen zwischen 2009 und 2013 gehörte sein besonderes Augenmerk dem Autobauer mit seinem Werk Eisenach. Der Betrieb galt seinerzeit nach der geplatzten Übernahme von Opel durch den kanadisch-österreichischen Automobilzulieferer Magna als bedroht. Aufgabe Machnigs war es daher, den Standort in den folgenden Umstrukturierungen abzusichern.

Die Adam Opel AG hat als GM-Europatochter seit 1999 keinen Gewinn in Detroit abgeliefert und auch 2016 die Rückkehr in die Gewinnzone nicht geschafft. Stattdessen betrug der operative Verlust für 2016 rund 257 Millionen US-Dollar (241 Millionen Euro). Das war immerhin eine deutliche Verbesserung nach 813 Millionen Dollar Verlust im Jahr zuvor.

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Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Opel und Peugeot: Eine Allianz der Abgehängten"

Alle Kommentare
  • Ja, Herr MArk Hoffmann, Trump ist wirklich sehr präsent. Aber passen Sie auf: bald sind Sie genauso präsent wie er, wenn Sie hier unter jeden Artikel ihre Jubelarien für ihn und seinen Kumpel Putin schreiben.

    Noch mal eine Frage: Was genau haben Sie eigentlich gegen Merkel? Dafür, dass Sie tausendmal ihren Rücktritt fordern, vergessen Sie in letzter Zeit irgendwie, dafür auch einen Grund zu nennen. Und wer wäre Ihnen lieber als Kanzler? Oder wünschen Sie sich einfach nur einen völligen Zusammenbruch des Systems? Knarre kaufen und die Lebensmittel selbst jagen? Oder vielleicht ein irgendwie gearteter Religions-Staat? Oder einfach nur Putin, Putin, Putin - mit ein bisschen Breitbart TV? Big Bullshit total?

  • Ich verstehe einfach nicht, warum die Fusion von Opel mit Peugeot hier derart viele "Merkel muss weg"-Kommentare mit sich bringt. Kann mir Herr Hoffmann dies mal bitte erklären?

    Bisher hat die wirtschaftsfreundliche Politik der CDU dazu beigetragen, dass die deutsche Automobilindustrie weltweit führend ist. Sogar Putin fährt dienstlich einen Mercedes. Dies wirft übrigens ein durchaus trauriges Licht auf die russische Automobilproduktion, die sich kaum noch gegen die Konkurrenz behaupten kann.Warum das Thema zu Merkel-feindlichen, und tendenziell Russland freundlichen Kommentaren führt, ist mir (als deutschem Normalbürger) schleierhaft.

  • Warum sollte das nicht funktionieren im hochgelobten vw Konzern bieten auch drei Marken im wesentlichen das selbe an und auch noch extrem überteuert also es wird Zeit das vw ordentlich Konkurrenz bekommt und bei den Zulassungszahlen in Deutschland waren sie letztes Jahr von der Kernmarke volkswagen rückläufig

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