Opel und Peugeot

Eine Allianz der Abgehängten

Seite 2 von 2:
Machnig soll zentraler Ansprechpartner werden

„Die Priorität ist, die Standorte in Deutschland zu erhalten“

Die IG Metall war von der Nachricht über den bevorstehenden Verkauf am Mittwoch überrascht worden und hatte kritisiert, sie sei nicht in die Verhandlungen eingebunden. Auch die Bundesregierung verlangte eine Beteiligung der Arbeitnehmervertreter.

Nach Einschätzung des Branchenexperten Dudenhöffer stehen im Falle einer Übernahme von Opel durch PSA Tausende Jobs auf dem Spiel. Vor allem am Stammsitz Rüsselsheim könnten zentrale Einheiten verkleinert oder ganz abgebaut werden, weil ihre Aufgaben im Konzern übernommen werden könnten. Betroffen wären etwa der Einkauf, der Vertrieb, das Marketing sowie Teile des Entwicklungszentrums. Mindestens ein Drittel der rund 15.000 Jobs in Rüsselsheim stünde bei einer Übernahme zur Disposition.

Wie wenig Opel noch in Opel ist
Opel Adam
1 von 11

Werk: Eisenach
Plattform: GM-SCCS (Small Common Components and Systems), 2005 von Opel und Fiat gemeinsam entwickelt
Schwestermodelle: Opel Corsa D/E, Alfa Romeo MiTo, Fiat Qubo, Fiat Grande Punto (in einer Abwandlung der Plattform auch der Jeep Renegade, Fiat 500X und Fiat 500L)

Opel Karl
2 von 11

Werk: Changwon (Südkorea)
Plattform: GM Gamma II
Schwestermodelle: Opel Mokka, Chevrolet Spark, Chevrolet Aveo, Chevrolet Trax

Opel Corsa E
3 von 11

Werk: Eisenach und Saragossa (Spanien)
Plattform: GM-SCCS (Small Common Components and Systems), 2005 von Opel und Fiat gemeinsam entwickelt
Schwestermodelle: Opel Corsa D, Opel Adam, Alfa Romeo MiTo, Fiat Qubo, Fiat Grande Punto (in einer Abwandlung der Plattform auch der Jeep Renegade, Fiat 500X und Fiat 500L)

Opel Mokka
4 von 11

Werk: Bupyeong-gu (Südkorea) und Saragossa (Spanien)
Plattform: GM Gamma II
Schwestermodelle: Opel Karl, Chevrolet Spark, Chevrolet Aveo, Chevrolet Trax

Opel Ampera-e
5 von 11

Werk: Orion (USA)
Plattform: GM BEV II
Schwestermodelle: Chevrolet Bolt

Opel Astra K
6 von 11

Werk: Ellesmere Port (England) und Gliwice (Polen)
Plattform: GM D2XX, eine Weiterentwicklung der Delta-Plattform
Schwestermodelle: Chevrolet Cruze, Chevrolet Volt, Buick Envision, Buick Verano (für den chinesischen Markt), GMC Terrain, Chevrolet Equinox

Opel Cascada
7 von 11

Werk: Gliwice (Polen)
Plattform: GM Delta II, Vorgänger der D2XX-Plattform
Schwestermodelle: Opel Astra J, Opel Zafira Tourer, Opel Ampera, Chevrolet Volt, Chevrolet Orlando, Cadillac ELR

Als zentraler Ansprechpartner für die geplante Übernahme von Opel durch Peugeot soll auf deutscher Seite der Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig agieren. Er soll die Koordination zwischen Bund und Ländern übernehmen und auch zentrale Anlaufstelle für die Unternehmensführung von Opel und GM sein, wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Kreisen des Wirtschaftsministeriums erfuhr.

Machnig gilt als Experte in Sachen Opel. Schon als Wirtschaftsminister in Thüringen zwischen 2009 und 2013 gehörte sein besonderes Augenmerk dem Autobauer mit seinem Werk Eisenach. Der Betrieb galt seinerzeit nach der geplatzten Übernahme von Opel durch den kanadisch-österreichischen Automobilzulieferer Magna als bedroht. Aufgabe Machnigs war es daher, den Standort in den folgenden Umstrukturierungen abzusichern.

Die Adam Opel AG hat als GM-Europatochter seit 1999 keinen Gewinn in Detroit abgeliefert und auch 2016 die Rückkehr in die Gewinnzone nicht geschafft. Stattdessen betrug der operative Verlust für 2016 rund 257 Millionen US-Dollar (241 Millionen Euro). Das war immerhin eine deutliche Verbesserung nach 813 Millionen Dollar Verlust im Jahr zuvor.

  • rtr
  • dpa
Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Opel und Peugeot - Eine Allianz der Abgehängten

13 Kommentare zu "Opel und Peugeot: Eine Allianz der Abgehängten"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Ja, Herr MArk Hoffmann, Trump ist wirklich sehr präsent. Aber passen Sie auf: bald sind Sie genauso präsent wie er, wenn Sie hier unter jeden Artikel ihre Jubelarien für ihn und seinen Kumpel Putin schreiben.

    Noch mal eine Frage: Was genau haben Sie eigentlich gegen Merkel? Dafür, dass Sie tausendmal ihren Rücktritt fordern, vergessen Sie in letzter Zeit irgendwie, dafür auch einen Grund zu nennen. Und wer wäre Ihnen lieber als Kanzler? Oder wünschen Sie sich einfach nur einen völligen Zusammenbruch des Systems? Knarre kaufen und die Lebensmittel selbst jagen? Oder vielleicht ein irgendwie gearteter Religions-Staat? Oder einfach nur Putin, Putin, Putin - mit ein bisschen Breitbart TV? Big Bullshit total?

  • Ich verstehe einfach nicht, warum die Fusion von Opel mit Peugeot hier derart viele "Merkel muss weg"-Kommentare mit sich bringt. Kann mir Herr Hoffmann dies mal bitte erklären?

    Bisher hat die wirtschaftsfreundliche Politik der CDU dazu beigetragen, dass die deutsche Automobilindustrie weltweit führend ist. Sogar Putin fährt dienstlich einen Mercedes. Dies wirft übrigens ein durchaus trauriges Licht auf die russische Automobilproduktion, die sich kaum noch gegen die Konkurrenz behaupten kann.Warum das Thema zu Merkel-feindlichen, und tendenziell Russland freundlichen Kommentaren führt, ist mir (als deutschem Normalbürger) schleierhaft.

  • Warum sollte das nicht funktionieren im hochgelobten vw Konzern bieten auch drei Marken im wesentlichen das selbe an und auch noch extrem überteuert also es wird Zeit das vw ordentlich Konkurrenz bekommt und bei den Zulassungszahlen in Deutschland waren sie letztes Jahr von der Kernmarke volkswagen rückläufig

  • Warum sollte das nicht funktionieren im hochgelobten vw Konzern bieten auch drei Marken im wesentlichen das selbe an und auch noch extrem überteuert also es wird Zeit das vw ordentlich Konkurrenz bekommt und bei den Zulassungszahlen in Deutschland waren sie letztes Jahr von der Kernmarke volkswagen rückläufig

  • Sehr richtig Herr Hooffman

    momentan sehe ich ebenfalls keine Person im politischen berlin, welche dieses Land als High tec und Industriestandort in eine Zukunft führen kann, denn es wird
    Atomkraft vorzeitig abgeschaltet wohingegen andere Länder wie z.B. Frankreich neue Meiler bauen und dadurch Strom nach Deutschland liefern, die Kosten für Arbeitsplätze durch Lohnnebenkosten und ständig neue Auflagen immer weiter steigen, die Konzerne wie EADS Lufthansa Volkswagen etc pp nur noch mit Leiharbeitern produzieren dürfen und das dank Gerhard Schröder zeitlich unbegrenzt, sich Personen zu hundertausenden in deutschland aufhalten, die eigentlich gar keine genehmgung dafür haben augrund von Schlamperei bei behörden jedoch weiter in deutschland bleiben müssen, hier werden gesetzte nicht eingehalten, ständig sinkende rentenniveaus ( Männer 1200, Frauen 940 als Durchschnitt!!!!!) , Arbeiten bis 67 oder gar 70, konkursreife Städte und Gemeinden wie z.B. Bremen mit sage und schreibe 20 Milliarden Schulden, geringe Geburtenraten in Deutschland was sich auf Leiharbeit, mangelnde Flexibilität des Arbeitsmarktes usw zurückführen lässt, jede menge Parallelgesellschaften und rechtsfreie Räume in den Ballungsgebieten hier vor allem Berlin (Cottbusser Tor Drogenumschlagsplatz), Dortmund, Oberhausen, Duisburg, Hamburg Veddel, Bremen Walle usw, mit steigenden Kriminalitätsraten und sozialen Problemen ohne Ende wo die Polizei nicht mehr in der Lage ist für Sicherheit seiner Bürger zu sorgen. Mit dieser Politik ist folglich keine Zukunft zu gestalten

  • Herr Hofmann, Danke
    Die einzige Alternative wäre für mich persönlich, nicht mehr zur Wahl zu gehen; aber dafür bin ich zu sehr Patriot (-ein Wort, das man bei uns schon nicht mehr in den Mund nehmen sollte).

  • Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette  Sie sind ganz offensichtlich nicht in der Lage die einfachsten Zusammenhänge der aktuellen Tagespolitik zu begreifen- über die katastrophale in Lage in Russland aufgrund eines Emporkömmlings und EX KGB Chefs namens Putin, welcher die Ostukraine illegal annektieren möchte kommen wir doch erst später zu sprechen-und das in Russland keine Farhzeuge auf Weltniveau gefertigt werden war doch schon zu Zeiten der sog "DDR" mehr als bekannt also schon mindestens 25 bis 30 Jahre her.
    Versuchen sie also sich einfach auf das aktuell und momentan dargebotene Tagesgeschehen zu konzentrieren, wahrzunehmen und die Inhalte in einfacher Form klarer und wenn möglich mit deutlichem Bezug darauf schriftlich zu formulieren, auch wenn es nicht leicht fallen sollte. Danke!

  • @Hans Send
    Bis zu dem Tag als die Merkel Union (CDU und CSU) sich auf Basis eines ETHIKRAT aus der Hochtechnologie Kernkraft verabschiedet hat, war ich CSU Wähler. In dem moment wo die Merkel ihre Willkürpolitik als Alternantivlos erklärt hat, war ich schon kein CSU wähler mehr. Es kann nicht sein, dass eine Kanzlerin über die Köpfe hinweg ein Politik des Macht Egoismues betreibt und dabei unseren Industrie, Hochtechnologie und Wissenschaftstandort Deutschland zum Abschuss freigibt.
    Und diese Seehofer CSU nichts besseres zu tun hat, dieser marktfeindlichen und volksfeindlichen Merkel Trulla noch in den Hinter kriecht bzw. den Löwen raushängen lässt um dann als Bettvorleger vor Merkel zu landen.
    Seit 2013 wird somit die AfD von mir unterstützt. In der Hoffnung, dass die CSU eines Tages (ohne Seehofer) wieder zur Vernunft und alten Stärke zurückfindet.

  • @Tomas Maidan
    Schauen Sie mal, was momentan in der US Politik so abgeht...
    Zitat von Timothy Cama https://www.eike-klima-energie.eu/2017/02/15/wie-trump-und-der-us-kongress-daran-arbeiten-obamas-klima-agenda-rueckgaengig-zu-machen/

    Präsident Trump und der von den Republikanern beherrschte Kongress arbeiten daran, Präsident Obamas Maßnahmen bzgl. Klimawandel rückgängig zu machen. Sie unterstreichen damit etwas, das zu einer erheblichen Veränderung der Politik führen kann, welche die ganze Welt betrifft.
    Zwar ist es erst drei Wochen her, dass Trump ins Amt eingeführt worden ist, doch hat der Präsident während dieser Zeit bereits die beiden Pipelines Keystone XL sowie Dakota Access genehmigt, welche von Obama blockiert worden waren, teils wegen Bedenken, wie diese zum Klimawandel beitragen würden.
    Trump ist mittels eines Ausführungs-Dekrets gegen andere Vorschriften vorgegangen, während das Weiße Haus vier Maßnahmen unter dem Congressional Review Act zugestimmt hatte, um Vorschriften bzgl. Energie aus der Obama-Ära zu annullieren. Zwei dieser Maßnahmen fanden auch schon die Zustimmung des Senats.
    Energie hat sich als ein Bereich entpuppt, in welchem Trump und die Republikaner im Kongress absolut einer Meinung sind, und ihre Maßnahmen haben Energie-Unternehmen und Klimawandel-Aktivisten gleichermaßen signalisiert, dass Trump und die Kongress-Republikaner es ernst meinen damit, eine komplette Änderung des Umgangs der USA mit großen politischen Fragen bzgl. globaler Erwärmung vorzunehmen.
    „Ich denke, dass wir großartig begonnen haben“, sagte Senator Steve Daines von den Republikanern aus Montana und Mitglied des Energy and Natural Resources Committee des US-Senats, der sich fortwährend darüber beklagt hatte, dass Obama versucht hat, die Entwicklung von Kohle, Erdgas und Öl zu behindern wegen Bedenken hinsichtlich Klimawandels. „Die Verschiebung geht in Richtung einer Energiepolitik, die dem gesunden Menschenverstand folgt. Die Energiepolitik von Präsident Obama machte...

  • Herr Hofmann und Herr Schnitzler,
    als ehemaliger CSU Wähler muss ich Ihnen notgedrungen recht geben. Mit dieser Union fahren wir in Europa, insbesondere aber die bisher konservativen Deutschen in die Sackgasse. Frau Merkel wird es uns letztlich aber danken, wenn sie in Rente geschickt wird und mir ist es dabei nun wirklich wurscht, wer ihr "den Stuhl wegzieht". Auch die Linke wär mir dafür ein geeigneter "Totengräber" (auch wenn ich dafür meine lebenslange konservative Haltung verleugnen würde). Für diese Regierung habe ich nur noch Abscheu übrig!

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%