Opel verliert Autonomie
Forster: Durststrecke für Autobranche hält an

Carl-Peter Forster sieht keine Trendwende für den schwächelnden Automarkt. Wie der Europa-Chef von General Motors sagte, werde auch für Opel die Durststrecke länger dauern.

HB BERLIN. Ein baldiger Aufschwung in der Autoindustrie ist nicht in Sicht. Diese Auffassung vertritt der Präsident von General Motors Europe (GME), Carl-Peter Forster. Der frühere Vorstandsvorsitzende der Adam Opel AG geht davon aus, dass die Durststrecke auch beim Rüsselsheimer Autobauer länger dauern wird als geplant.

«Opel wird nicht mehr so autonom sein wie zurzeit», sagte Forster der «Welt am Sonntag». Die Situation sei fast noch schwieriger als im vergangenen Jahr, da sich viele Menschen in Deutschland aus Angst um ihren Arbeitsplatz bei Autokäufen zurückhielten. «Ich sehe nicht, dass sich das ändert», sagte der bisherige Opel-Chef.

Verteidigt wurde von Forster die Bündelung der zentralen Bereiche von Opel, Vauxhall und Saab. Sie werden künftig in der GM-Europa-Zentrale in Zürich gesteuert werden. «Wir müssen unsere Prozesse weiter optimieren», sagte Forster. General Motors sei in Europa derzeit viel zu ineffizient aufgestellt. Der Spitzenmanager wies Kritik an der Entscheidung zurück, die Produktion des Opel Zafira im kommenden Jahr teilweise ins polnische Werk Gleiwitz zu verlagern. Der Großteil der Produktion bleibe in Bochum. «Die frei werdenden Kapazitäten füllen wir mit dringend benötigtem Astra-Volumen auf», sagte Forster.

Zugleich mahnte Forster aber eine größere Wettbewerbsfähigkeit der der deutschen Standorte an. Zwar sei der Standort Rüsselsheim nicht in Gefahr. «Aber wir müssen noch besser werden», sagte Forster. Kein Konzern könne es sich leisten, in Deutschland zu produzieren, wenn deutsche Werke nicht wettbewerbsfähig seien.

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