Opel wird Basis für GM-Mittelklasse
Arbeitnehmer pochen auf Eigenständigkeit von Opel

Die grundlegende Neuausrichtung des europäischen Geschäfts des US-Autokonzerns General Motors (GM) mit seinen Marken Opel, Vauxhall und Saab nimmt konkrete Formen an. Die deutsche GM-Tochter Opel werde für den Konzern die zentrale Rolle bei der Entwicklung von Mittelklasse-Modellen übernehmen, sagte der stellvertretende Aufsichtsratschef und Gesamtbetriebsvorsitzende von Opel, Klaus Franz, dem Handelsblatt.

RÜSSELSHEIM. Künftig werde jede Marke ihre Stärken in den Konzern einbringen, und Opels Kernkomepetenz seien Mittelklassefahrzeuge. Pünktlich zum Amtsantritt des neuen GM-Europachefs Fritz Henderson am Dienstag ist damit eine erste Weichenstellung über die neue Struktur des größten Autokonzerns der Welt gefallen.

Franz warnte jedoch, die Neuordnung dürfe nicht nur zu Lasten von Opel gehen: „Wir machen alles mit, was Opel nützt, werden uns aber gegen alles wehren, was dem Unternehmen schadet.“ Opel ist das Schwergewicht im Europaverbund von GM und trägt etwa 80 % zum Geschäft bei.

Es sei notwendig, das Geschäft weiter zu vereinheitlichen und Doppelfunktionen abzubauen, doch die Europa-Zentrale in Zürich müsse ebenfalls ihren Beitrag leisten, forderte Franz. Dort seien Stäbe aufgebaut worden, die es auch an anderer Stelle gebe. „Wer die Kompetenz hat und wo die Arbeit anfällt, der hat den Job zu machen“, sagte der oberste Arbeitnehmervertreter von Opel. So müsse auch in Zukunft die Zuständigkeit für Vertrieb, Marketing, Personal, Entwicklung und Produktkommunikation dort bleiben, wo die Automarken entwickelt und gefertigt würden – im Falle Opel also in Rüsselsheim.

GM, der größte Autokonzern der Welt, steht in Europa vor einer Neuordnung seines Geschäfts. Nachdem es dem Konzern in den vergangenen Jahren nicht gelungen war, in Europa aus den roten Zahlen zu fahren, soll Henderson mit harten Schnitten 2004 in die Gewinnzone zurückkehren.

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