Opel, Zafira und Dieselgate

GM-Tochter wehrt sich gegen Schummel-Vorwürfe

ARD-Reporter werfen dem Autobauer Opel vor, bei internen Tests ungesetzlich hohe CO2-Werte bei einem Zafira gemessen zu haben. Der Hersteller dementiert – und erhebt Vorwürfe gegen die Journalisten.
Update: 03.12.2015 - 15:09 Uhr
Die Deutsche Umwelthilfe wirft dem Opel Zafira vor, bei den Abgasen zu schummeln. Der Hersteller widerspricht heftig. Quelle: ap
Ist der Zafira ein Schummler?

Die Deutsche Umwelthilfe wirft dem Opel Zafira vor, bei den Abgasen zu schummeln. Der Hersteller widerspricht heftig.

(Foto: ap)

RüsselsheimDie Frage steht nicht zum ersten Mal im Raum: Hat auch Opel bei den Abgasen geschummelt? Das jedenfalls impliziert das ARD-Reportermagazin Monitor mit einem neuen Bericht: Bei internen Messungen, die Opel auf dem Prüfstand in Rüsselsheim durchgeführt habe, seien bei einem Zafira Diesel CO2-Werte gemessen worden, die im Durchschnitt um 15 Prozent über den offiziellen Angaben des Herstellers gelegen hätten.

„Sollten sich die Messungen bestätigen, drohen dem Konzern erhebliche finanzielle, aber auch strafrechtliche Konsequenzen“, erklären die Reporter in einer Vorab-Pressemitteilung. Denn weichen die tatsächlichen CO2-Werte um mehr als zehn Prozent von den offiziell gemeldeten ab, hätten Kunden Anspruch auf eine Minderung des Fahrpreises.

Darüber hinaus drohen dann auch strafrechtliche Konsequenzen, da unter anderem die Kfz-Steuer nach dem CO2-Ausstoß berechnet wird. Als Kronzeugen führen die Reporter den Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch, ins Feld.

Die Umweltorganisation hatte Opel bereits vor einigen Wochen vorgeworfen, bei den Abgasen des Opel Zafira nicht ehrlich zu sein. Bei Messungen nach dem gängigen Prüfzyklus habe man extreme Abweichungen beim Stickoxid-Ausstoß gemessen – je nachdem, ob sich beim Test auf dem Prüfstand zwei Räder drehten (wie beim gesetzlich vorgeschriebenen Test) oder vier Räder (wie auf der Straße).

Der neue Astra wird flacher, schärfer, leichter
Flacher, leichter, schärfer
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Die neue Generation des Opel Astra soll nicht nur leichter, geräumiger und sparsamer sein als das aktuelle Modell. Ab dem Herbst will der Kompakte auch mit gestrafftem Design gegen den Dauerrivalen VW Golf punkten. Eigentlich war das Gesicht des neuen Astra noch geheim. Doch dann wurden Bilder auf einem italienischen Blog gezeigt...

Dynamisches Äußeres
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Darum legen die Rüsselsheimer nun alles offen: Der Fünftürer geht deutlich verändert in die fünfte Generation: Die Front ist flacher, der Kühlergrill wirkt optisch breiter und scharfe Sicken ziehen sich über Motorhaube sowie Flanken. Am Heck finden sich schwarz durchbrochene C-Säulen und schmale dreidimensionale Leuchten.

Premiere feiert der Opel auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt (17. - 27.9.2015), auf den Markt kommt er dann kurz darauf im Oktober. Das Kompaktmodell ist bis zu 200 Kilogramm leichter geworden, mindestens jedoch immer um 120 Kilogramm. Wert legten die Entwickler auf umfassende Assistenzszysteme und die Smartphone-Einbindung. Zudem ist der Astra das erste Auto seiner Klasse mit dem intelligenten LED-Matrix-Licht.

Erfolgreich abgespeckt
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In der Länge schrumpft der neue Astra um knapp fünf Zentimeter auf 4,37 Meter, in der Breite um 3,4, in der Höhe um 2,6 Zentimeter. Dazu sorgt die neue technische Plattform für eine Gewichtsreduzierung – je nach Modell sollen zwischen 120 und 200 Kilogramm eingespart werden. Auch der Luftwiderstandsbeiwert sinkt (0,30).

Trotz des leicht kürzeren Radstands steigt die Beinfreiheit auf den hinteren Plätzen auch dank neu gestalteter Sitze um dreieinhalb Zentimeter. Die Motorenpalette deckt ein Leistungsspekturm von 70 kW / 95 PS bis 147 kW / 200 PS ab. Erstmals im Einsatz ist der neue 1.4 Ecotec Direct Injection Turbo, ein Vierzylinder, der aus derselben Entwicklungsreihe stammt wie der kleinere Ein-Liter-Dreizylinder.

Schon im Stand dynamisch
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Bei der Entwicklung des Astra diente die Studie Monza Concept als Vorbild. Typisch sind das Markenlogo in der Mitte der Chromgrillspange und die nach hinten hochgezogene Sichel in den Seiten. Die optisch unterbrochene C-Säule verleiht dem Dach einen schwebenden Charakter. An der Front geht die neu gestaltete, doppelte Grillspange optisch in die Matrix-Scheinwerfer über.

Der Innenraum wurde entrümpelt
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Ebenfalls komplett neu präsentiert sich der Innenraum. Zentrales Element ist ein großer Touchscreen zwischen den vorderen Sitzplätzen.

Angeblich nicht teurer als das aktuelle Modell
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Preise nennt Opel noch nicht. Wenn der neue Astra nach der Premiere auf der IAA auf den Markt kommt, wird er, wie aus Unternehmenskreisen zu erfahren war, nicht mehr kosten als das aktuelle Modell. Das gibt es mit einem 85 kW/115-PS-Benziner derzeit für 17.260 Euro.

Kompatibel für die „Generation Smartphone“
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Der Astra wird das erste neue Modell von Opel sein, das ab Marktstart über den persönlichen Online- und Service-Assistenten Onstar verfügt. Er bietet ein breites Angebot an Sicherheits- und Komfortdiensten. Falls beispielsweise bei einem Unfall der Airbag ausgelöst wird, stellt Opel Onstar sofort automatisch die Verbindung zu einem ausgebildeten Notfallassistenten her.

Außerdem verwandelt Onstar dem Astra in einen mobilen WLAN-Hotspot. Bis zu sieben Endgeräte vom Smartphone bis zum Tablet lassen sich an das System koppeln. Dazu feiert die nächste Generation des Intellilink-Infotainment-Systems. Sie holt die Welt der Smartphones mit Android Auto und Apple Car Play ins Auto.

Opel dementierte schon damals heftig – und unternahm eigene Prüfungen mit dem Tüv Hessen. Dabei habe man die Vorwürfe der DUH widerlegen können, betonte der Hersteller damals. Es sind diese Prüfunterlagen, auf die sich jetzt auch die Monitor-Reporter berufen. Bei diesen Tests seien eben auch CO2-Werte gemessen werden, die deutlich über dem Wert liegen, den der Hersteller bei der Zulassung beim Kraftfahrtbundesamt angegeben hatte.

Vorwürfe gegen Journalisten
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