Opel, Zafira und Dieselgate
GM-Tochter wehrt sich gegen Schummel-Vorwürfe

ARD-Reporter werfen dem Autobauer Opel vor, bei internen Tests ungesetzlich hohe CO2-Werte bei einem Zafira gemessen zu haben. Der Hersteller dementiert – und erhebt Vorwürfe gegen die Journalisten.

RüsselsheimDie Frage steht nicht zum ersten Mal im Raum: Hat auch Opel bei den Abgasen geschummelt? Das jedenfalls impliziert das ARD-Reportermagazin Monitor mit einem neuen Bericht: Bei internen Messungen, die Opel auf dem Prüfstand in Rüsselsheim durchgeführt habe, seien bei einem Zafira Diesel CO2-Werte gemessen worden, die im Durchschnitt um 15 Prozent über den offiziellen Angaben des Herstellers gelegen hätten.

„Sollten sich die Messungen bestätigen, drohen dem Konzern erhebliche finanzielle, aber auch strafrechtliche Konsequenzen“, erklären die Reporter in einer Vorab-Pressemitteilung. Denn weichen die tatsächlichen CO2-Werte um mehr als zehn Prozent von den offiziell gemeldeten ab, hätten Kunden Anspruch auf eine Minderung des Fahrpreises.

Darüber hinaus drohen dann auch strafrechtliche Konsequenzen, da unter anderem die Kfz-Steuer nach dem CO2-Ausstoß berechnet wird. Als Kronzeugen führen die Reporter den Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch, ins Feld.

Die Umweltorganisation hatte Opel bereits vor einigen Wochen vorgeworfen, bei den Abgasen des Opel Zafira nicht ehrlich zu sein. Bei Messungen nach dem gängigen Prüfzyklus habe man extreme Abweichungen beim Stickoxid-Ausstoß gemessen – je nachdem, ob sich beim Test auf dem Prüfstand zwei Räder drehten (wie beim gesetzlich vorgeschriebenen Test) oder vier Räder (wie auf der Straße).

Opel dementierte schon damals heftig – und unternahm eigene Prüfungen mit dem Tüv Hessen. Dabei habe man die Vorwürfe der DUH widerlegen können, betonte der Hersteller damals. Es sind diese Prüfunterlagen, auf die sich jetzt auch die Monitor-Reporter berufen. Bei diesen Tests seien eben auch CO2-Werte gemessen werden, die deutlich über dem Wert liegen, den der Hersteller bei der Zulassung beim Kraftfahrtbundesamt angegeben hatte.

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Vorwürfe gegen Journalisten

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