Operativer Gewinn 2008
Airbus fliegt zurück in die schwarzen Zahlen

Nach zwei Verlustjahren soll der Flugzeugbauer Airbus 2008 operativ wieder schwarze Zahlen schreiben. Die Neuausrichtung des A350, das Großraumflugzeug A380 und der Dollarwechselkurs drücken das Unternehmen dieses Jahr noch einmal tief in die Verlustzone.

HB FRANKFURT. Die wichtigste Tochter des europäischen Rüstungs- und Luftfahrtkonzerns EADS werde im kommenden Jahr „wieder einen deutlichen operativen Gewinn erwirtschaften“, sagte EADS-Finanzvorstand Hans Peter Ring in einem Interview mit der „Börsen-Zeitung“. Im laufenden Jahr werde der Verlust wegen der Neuausrichtung des A350, weiterer Belastungen durch das Großraumflugzeug A380 und dem für das Unternehmen ungünstigen Dollar-Wechselkurs „in ähnlicher Höhe wie im Vorjahr“ liegen. 2006 hatte Airbus einen Betriebsverlust von 572 Millionen Euro ausgewiesen.

Um die hohen Entwicklungskosten zu finanzieren, denke Airbus über den Verkauf von Immobilien und Beteiligungen in den nächsten Jahren nach. Auch die Ausgabe einer milliardenschweren Anleihe sei denkbar, habe aber „überhaupt keine Eile“. Anfang des Jahres hatte EADS noch eine Kapitalerhöhung in Betracht gezogen, den Plan aber zunächst verworfen. Voraussetzung für eine Kapitalerhöhung nach der Hauptversammlung 2008 sei die fristgerechte Auslieferung des Airbus A380 und die vollständige Umsetzung des Sparprogramms „Power 8“, das den Abbau von 10 000 Stellen und den Verkauf von Werken umfasst, sagte Ring. „Power 8“ sei für die Zukunft von Airbus „überlebenswichtig“, sagte er.

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