Operativer Gewinn
Sparkurs der Lufthansa zeigt Wirkung

Die Lufthansa überrascht positiv: Mit seinem Sparprogramm hat Lufthansa-Chef Christoph Franz die größte deutsche Airline wieder auf Kurs gebracht. Doch die Lufthansa sollte sich darauf nicht ausruhen.
  • 1

FrankfurtDie Lufthansa hat im zweiten Quartal dank Sparmaßnahmen und guten Geschäften der Servicegesellschaften ihren operativen Gewinn erhöht. Deutschlands größte Airline erwirtschaftete im Zeitraum April bis Juni einen operativen Gewinn von 361 Millionen Euro, ein Plus von 27,6 Prozent binnen Jahresfrist, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Damit übertrifft die Lufthansa die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt nur mit einem operativen Ergebnis von 261 Millionen Euro gerechnet hatten. Der Konzern setzte 7,89 Milliarden Euro um und damit 6,4 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Der Konzerngewinn schrumpfte allerdings um 23,9 Prozent auf 229 Millionen Euro.

Das zeigt, dass die Lufthansa noch längst nicht zurück auf der Erfolgsspur ist. Unterm Strich weist die Airlines im ersten Halbjahr ein operatives Ergebnis von minus 20 Millionen Euro auf, 134 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Ein Hoffnungsschimmer: Die angeschlagene Tochter Austrian Airlines ist mit dem Übergang des Flugbetriebs auf die Tochtergesellschaft Tyrolean Airways auf dem Weg der Besserung. Durch positive Einmaleffekte können die Österreicher sogar einen operativen Gewinn von 26 Millionen Euro ausweisen. Ohne diesen Effekt wäre allerdings ein operativer Verlust von 55 Millionen Euro angefallen.

Dagegen schwächelt die Schweizer Tochter Swiss. Ihr operativer Gewinn liegt mit 48 Millionen Euro deutlich unter dem guten Vorjahresergebnis von 104 Millionen Euro. Die Lufthansa macht dafür vor allem hohe Treibstoffkosten und einen starken Schweizer Franken verantwortlich.

An der Börse konnte die Kranichlinie mit ihrem Zwischenbericht punkten: Im frühen Handel legte die Aktie drei Prozent zu.

Auch für das Gesamtjahr rechne der Konzern unverändert mit einem Umsatzplus und einem Gewinn aus dem laufenden Geschäft "im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich", erklärte Finanzvorstand Simone Menne. Jedoch bleibe die weitere Entwicklung der derzeit hohen Treibstoffpreise nur schwer vorhersehbar, genauso wie die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Belastend wirke sich zudem die Flugticketabgabe aus, der Preisdruck durch die Konkurrenz sowie die Kosten aus dem europäischen Handel mit Verschmutzungsrechten.

Seite 1:

Sparkurs der Lufthansa zeigt Wirkung

Seite 2:

„Unbequeme Maßnahmen sind nicht zu vermeiden“

Kommentare zu " Operativer Gewinn: Sparkurs der Lufthansa zeigt Wirkung"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Das Sparprgramm konnte man schon im letzten Jahr erleben, alte Boing 747-400 auf Langstrecken, engste Plätze, miserables Essen und kein entertainment, bzw. ein zentraler Mini TV im Gang... da spart man Kosten... aber verliert eben auch Kunden und wie man lesen konnte will man beim Essen noch mehr sparen... dann gibt es wohl trockenen zwieback mit Mineralwasser auf Langstrecke... spart Kosten und Gewicht... worin dann noch der Unetschied zu Billigfliegern besteht ist die Frage.
    Entweder positioniere ich Lufthansa als Marke im Top Level oder ich rutsche in die Mitte wo ich nichts von Bediem bin unddahin ist die Lufthansa unterwegs... der Claim There is no better way to flight stimmt schon länger ncht mehr...

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%