Operativer Gewinn wird im Gesamtjahr stärker erwartet
Klöckner verdient weniger

Im ersten Halbjahr 2004 hat der Duisburger Anlagenbauer Klöckner-Werke bei einem Umsatzanstieg nach Steuern deutlich weniger verdient als im Vorjahreszeitraum.

HB FRANKFURT. Wie das Unternehmen am Freitag in seinem Zwischenbericht mitteilte, brach der Nettogewinn in den ersten sechs Monaten auf zehn Millionen (Vorjahreszeitraum: 26) Millionen Euro ein. Der Konzern führte dies im wesentlichen darauf zurück, dass der Gewinn vor Jahresfrist hauptsächlich durch Unternehmensverkäufe um einen außerordentlichen Ertrag von 15 Millionen Euro gesteigert worden war. Die Tochter der Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft WCM bekräftigte zugleich ihre Erwartung eines Anstiegs des operativen Gewinns im Gesamtjahr, auch wenn in einzelnen Geschäftsfeldern mit stärkerem Wettbewerbsdruck zu rechnen sei.

Am Vorabend hatte das SDax-Unternehmen bekannt gegeben, dass das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Zeitraum von Januar bis Juni um zwei Prozent auf 14 Millionen Euro gestiegen sei. Das Unternehmen erwartet weiterhin, dass die Kennziffer im Gesamtjahr 2004 über dem jeweiligen Vorjahreswert liegen werde. Allerdings sei in einzelnen Bereichen mit stärkerem Wettbewerb zu rechnen. Zudem dürften die Gewinnmargen, auch durch die hohen Stahlpreise, zum Teil deutlich geringer ausfallen.

Der Konzern kündigte an, mit „Anpassungsmaßnahmen“ gegensteuern zu wollen, insbesondere durch Umstrukturierungen im Kerngeschäft Abfülltechnik. WCM prüft derzeit zur Vereinfachung der Konzernstruktur eine Verschmelzung mit der Tochter Klöckner-Werke.

Im zweiten Quartal sei das Ergebnis auf neun Millionen Euro gestiegen, nachdem es im ersten Quartal noch mit fünf Millionen Euro deutlich hinter dem Vorjahreswert von zehn Millionen Euro geblieben war. Im zweiten Quartal zog auch der Nachsteuergewinn laut Zwischenbericht auf sieben (Vorjahr: eine Million) Euro an. Der Umsatz des Konzerns stieg im selben Zeitraum auf 208 von 162 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie belief sich im ersten Halbjahr auf 0,21 (Vorjahr: 0,56) Euro.

In der Abfülltechnik wurde der Umsatz im ersten Halbjahr auf 344 Millionen (Vorjahr: 325) Euro gesteigert. Der Umsatz des Konzerns lag mit 385 Millionen Euro um knapp sieben Prozent über dem Vorjahreswert. Im ersten Quartal hatte Klöckner noch einen Rückgang um elf Prozent verzeichnet.

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