Operatives Ergebnis verbessert
Neue Struktur kostet Deutz den Gewinn

Der Kölner Motorenbauer Deutz AG hat im ersten Halbjahr 2004 zwar das operative Ergebnis weiter verbessert. Umstrukturierungen am Standort Mannheim werden aber unter dem Strich zu einem Verlust für das Gesamtjahr 2004 führen.

gil KÖLN. Vorstandschef Gordon Riske hält einen Verlust im zweistelligen Millionenbereich für möglich. Für den anstehenden Abbau von 400 Stellen überwiegend am Standort Mannheim und die notwendigen Abschreibungen hat Deutz im zweiten Quartal einmalig 40 Mill. Euro zurückgestellt. Damit soll die letzte Erblast aus den vergangenen schlechten Jahren saniert werden.

In Mannheim stellt das Traditionsunternehmen Mittel- und Großmotoren her und will sich hier auf gasbetriebene Motoren vor allem für stationäre Energieerzeugungsanlagen konzentrieren. Die Bereiche Schiffsmotoren und große Dieselmotoren werden zurückgefahren. Deutz bleibt hier noch im Service aktiv, der auch in den vergangenen Jahren rentabel war.

Die Probleme in Mannheim bestehen bereits seit Jahren. Wegen der schwachen Eigenkapitalausstattung sei das Unternehmen bisher aber nicht in der Lage gewesen, diese zu lösen, sagte Riske am Rande einer Pressekonferenz. In drei Jahren erwartet er, dass die operativen Erträge des Standortes Mannheim höher sein werden als die am Stammsitz Köln. „Der Service ist profitabel und durch langfristige Verträge gesichert“, sagte er. Nach der Sanierung des Standortes Mannheim will Deutz vom Jahr 2005 an „dauerhaft ordentliche schwarze Zahlen“ schreiben. Weitere Rückstellungen seien nicht geplant.

Der Bereich Kompaktmotoren am Standort Köln steigerte im ersten Halbjahr den Umsatz um knapp zehn Prozent auf 448 Mill. Euro, während es bei den Mittel- und Großmotoren einen Rückgang um 6,5 Prozent auf 135 Mill. Euro gab. Wegen des besseren Geschäfts stieg das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 4,5 auf 9,5 Mill. Euro.

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