Optimistische Prognosen
Deutsche Stahlkocher punkten

Während die deutsche Wirtschaft insgesamt derzeit einen kleinen Kater spürt, hebt sich zumindest die Stahlbranche deutlich ab. Sie boomt, und auch die Ausblicke lassen weitere positive Nachrichten erwarten. Ein Faktor belastet jedoch.

HB DÜSSELDORF. Gleich mehrere Unternehmen warten aktuell mit guten Zahlen auf. Allen voran haben die Giganten Salzgitter und Thyssen-Krupp alle Analystenprognosen geschlagen. Auch Unternehmen aus der zweiten Reihe überzeugen: Der bayrische Zulieferer SKW Stahl-Metallurgie zum Beispiel meldet eine "unverändert hohe Nachfrage" nach seinen Produkten.

Die Geschäfte brummen offenbar in aller Welt: US-Produzenten exportieren aufgrund des schwachen Dollars viel Stahl. Die Nachfrage aus China belebt den Markt, teilweise in speziellen Segmenten. So sei in Folge der Maßnahmen zur Smogbekämpfung der Preis für den Stahlzusatzstoff Magnesium gestiegen, teilte SKW mit.

Gefragt sind offenbar auch Walzstahl- und Röhrenprodukte. Dieses Geschäft hat - neben anderen - dem Salzgitter-Konzern besser als erwartete Ergebnisse eingebracht. Die Stahlpreise sind weiter gestiegen, mit ihnen die Umsatzzahlen. Und die Zukunft sieht man bei Salzgitter ebenfalls rosig: "Der gute Auftragsbestand und die weiterhin überdurchschnittlichen Auftragseingänge werden auch in den kommenden Monaten eine volle Auslastung der Werke des Unternehmensbereichs Stahl sicherstellen."

Etwas verhaltener, aber immer noch optimistisch, äußern sich das Thyssen-Krupp-Management: Der Konzern hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben und geht auch die mittelfristige Zukunftsplanung optimistisch an. Mit seinen Zahlen und Prognosen hat Thyssen-Krupp die Erwartungen von Beobachtern übertroffen.

Alles eitel Sonnenschein? Nicht ganz. Die Stahlkocher leiden unter gestiegenen Rohstoffkosten. Die drückten zum Beispiel das aktuelle Vorsteuerergebnis bei Thyssen-Krupp, Salzgitter meldet gestiegene Einkaufskosten. Doch die aktuellen Einschätzungen legen den Schluss nahe: Die Branche sieht sich den Herausforderungen gewappnet.

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