Optimistischer Ausblick
Wacker Chemie verzeichnet Ergebnissprung

Der Halbleiter-Zulieferer und Chemiekonzern Wacker Chemie hat seinen Gewinn überraschend gesteigert. Wesentlichen Anteil an dieser Ertragssteigerung hatte das Geschäft mit polykristallinem Reinstsilicium. Trotz der Unsicherheiten über die weltweite Konjunktur- und Branchenentwicklung zeigt sich Wacker im Hinblick auf die Umsatzentwicklung optimistisch.

dpa-afx MÜNCHEN. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei im ersten Quartal um zehn Prozent auf 291,1 Mill. Euro geklettert, teilte die im MDax gelistete Gesellschaft am Mittwoch in München mit. Der Umsatz kletterte auch dank eines Zukaufs in den USA auf 1,019 (0,944) Mrd. Euro. Die von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragten Analysten hatten im Schnitt bei einem etwas höheren Umsatz von 1,069 Mrd. Euro lediglich ein Ebitda von 280,8 Mill. Euro erwartet.

Die Ebitda-Marge erhöhte sich auf 28,6 (Vorjahr 28,1) Prozent. Wesentlichen Anteil an dieser Ertragssteigerung habe das Geschäft mit polykristallinem Reinstsilicium. Trotz erheblich gestiegener Rohstoff- und Energiekosten sowie negativen Währungseffekten aus dem starken Euro erwirtschaftete Wacker Chemie einen Gewinn von 130,6 (114,5) Mill. Euro. Die befragten Experten waren lediglich von 121,8 Mill. Euro ausgegangen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte auf 198,7 (187,9) Mill. Euro, während Experten 190,5 Mill. Euro erwartet hatten.

Wacker zeigte sich trotz der Unsicherheiten über die weltweite Konjunktur- und Branchenentwicklung für das laufende Jahr weiter optimistisch. Insgesamt sehe der Konzern weiter gute Chancen, wie bereits in den zurückliegenden Jahren, auch 2008 den Konzernumsatz um deutlich mehr als zehn Prozent zu steigern. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) solle ebenfalls steigen.

Der Geschäftsbereich Polysilicon hat sein Ebitda im Vorjahresvergleich um 37,8 Mill. Euro verbessert und damit mehr als verdoppelt. Auch bei Polymers kletterte das Ebitda im ersten Quartal um elf Prozent. Silicones verzeichnete beim Ebitda ein Plus von einem Prozent. Die Ergebnisbeiträge von Siltronic lagen den Angaben zufolge weiter auf einem hohen Niveau. Sie blieben aber hinter dem starken ersten Quartal 2007 zurück.

Bei Siltronic bremste vor allem der starke Euro die Umsatzentwicklung. Dieser ging auf 346,1 (Vorjahr 377,3) Mill. Euro zurück. Siltronic erwirtschaftete von Januar bis März ein Ebitda von 114,0 (130,4) Mill. Euro. Die Ebitda-Marge ging auf 32,9 (34,6) Prozent zurück.

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