Optimistischer für Gesamtjahr
Deutz gibt kräftig Gas

Der Kölner Motorenhersteller Deutz konnte sein Ergebnis in den ersten sieben Monaten des Jahres kräftig steigern. Nun werden gute Chancen gesehen, die Erwartungen für das Gesamtjahr zu übertreffen. Die Aktien des im SDax gelisteten Unternehmens reagierten mit einem Kurssprung auf den Ausblick.

HB DÜSSELDORF. Im Zeitraum Januar bis Juli sei der operative Gewinn gegenüber dem Vorjahreswert um ein Drittel auf 31,7 Mill. € gestiegen, sagte Vorstandschef Gordon Riske am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. „Damit hatten wir nicht gerechnet, angesichts konjunktureller Belastungen wie etwa dem Ölpreis“, ergänzte er. Deutz bleibe zwar bei der Jahresprognose, wonach das operative Ergebnis erneut über Vorjahr liegen werde. Angesichts der jüngsten Entwicklung sei es aber durchaus wahrscheinlich, dass der Gewinn höher als bislang erwartet ausfalle. Für das erste Halbjahr hatte Deutz einen operativen Gewinn (Ebit) von 25 Mill. € ausgewiesen.

Der Umsatz lag den Deutz-Angaben zufolge Ende Juli mit 691 Mill. € um 7,3 % über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Der Auftragseingang stieg um 12,4 % auf 793 Mill. €. Positiv hat sich nach Riskes Worten auch das im Juni in eine eigenständige Gesellschaft ausgegliederte Geschäft mit Großmotoren entwickelt. Die neue Deutz Power Systems verzeichnete in den ersten sieben Monaten mit 229 Mill. € ein 15-prozentiges Plus beim Auftragseingang. Im Juli sei außerdem ein Großauftrag über acht Mill. € für Großmotoren für ein Blockheizkraftwerk in China ausgeliefert worden. Der Bereich Großmotoren leidet nach früheren Angaben vor allem unter der weltweiten Überkapazität und hohem Preisdruck.

Bei dem mit der Ausgliederung verbundenen Personalabbau liefen die entsprechenden Gespräche mit dem Betriebsrat nach Plan, sagte Riske. „Wir sind mitten in den Verhandlungen und werden Ende September oder Anfang Oktober fertig sein“, fügte er hinzu. Deutz hatte im Mai angekündigt, im Zuge der Sanierung des Großmotoren-Geschäfts rund 400 der weltweit etwa 1550 Stellen dieser Sparte zu streichen. Die meisten Stellen sollen im Stammwerk Mannheim wegfallen. Die auf 40 Mill. € veranschlagte Sanierung wird nach früheren Angaben Riskes im laufenden Geschäftsjahr zu einem Konzernverlust im zweistelligen Millionenbereich führen. Deutz-Aktien legten bis zum späten Vormittag 6,22 % auf 2,56 € zu.

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