Ordentliche Bilanz 2005
Rüstungskonzern Thales hält Ausschau nach Zukäufen

Europas größter Hersteller von Rüstungselektronik, der Thales-Konzern, hat im vergangenen Jahr gut verdient. Nicht zuletzt durch Zukäufe wollen die Franzosen weiter wachsen.

HB PARIS. Der ausschüttungsfähige Nettogewinn sei um 3 Prozent auf 334 Mill. Euro gestiegen, teilte Thales am Freitag in Paris mit. Einige Analysten hatten mit einem Rückgang des Gewinns gerechnet. Der operative Gewinn legte um 3,1 Prozent auf 722 Mill. Euro zu, was die Markterwartungen traf. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verbesserte sich die operative Gewinnmarge damit von 6,8 auf 7,0 Prozent. Der Umsatz sank nach endgültigen Zahlen von 10,28 Mrd. Euro auf 10,26 Mrd. Euro. Für 2005 werde eine Dividendenerhöhung um 3,8 Prozent auf 0,83 Euro pro Aktie vorgeschlagen.

2006 erwarte Thales beim Umsatz eine Stagnation oder leichte Verbesserung im Vergleich zu 2005. Bis 2008 soll der Umsatz dann um 25 Prozent steigen. Wachsen will der Konzern auch über Zukäufe. Akquisitionen sollen rund 40 Prozent zum Umsatzwachstum beitragen, der Rest sei organisches Wachstum, so Thales in der Mitteilung.

Zuletzt hatte Thales jedoch einstecken müssen. Die Franzosen wollten den deutsche U-Boot-Ausrüster Atlas Elektronik kaufen, scheiterten aber am Widerstand der Budnesregierung. Diese wollte das rüstungswichtige Unternehmen nicht in der Hand von Ausländern wissen. Letztlich übernahmen Thyssen-Krupp und die Airbus-Mutter EADS gemeinsam Atlas.

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