Ostausschuss-Chef Eckhard Cordes
Hoffnung auf vertiefte Wirtschaftsbeziehungen mit Russland

Der Vorsitzende des Ostausschusses der deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes, hofft nach dem Minsker Abkommen auf einen gemeinsamen Wirtschaftsraum zwischen der EU, Russland und der Ukraine. Doch er warnt vor Euphorie.
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BerlinDer Vorsitzende des Ostausschusses der deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes, hält es für möglich, dass der durch die Minsker Vereinbarung angestoßene Prozess am Ende zu einem gemeinsamen Wirtschaftsraum zwischen der EU, Russland und der Ukraine führt.

Auch die deutsche Wirtschaft werde dabei helfen - und versuchen, trilaterale Treffen mit russischen und ukrainischen Unternehmen anzustoßen, so Cordes im Handelsblatt-Interview (Freitagausgabe). „Daran arbeiten wir bereits und wollen sie in nächster Zeit deutlich vorantreiben.“

Der Manager erwartet, dass die Vereinbarung – sollte sie tatsächlich umgesetzt werden - einen „deutlichen positiven psychologischen Effekt“ auf die Volkswirtschaften Russlands und der Ukraine haben wird. „Aber wir sollten nach den Erfahrungen der letzten Wochen jetzt nicht zu sehr in Euphorie verfallen“, warnte der Aufsichtsratschef des Baudienstleisters Bilfinger.

Dass sich Kanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier so für den Frieden in der Ukraine eingesetzt hätten, verdiene aber „höchsten Respekt“, so Cordes. „Wir haben uns dieses Engagement immer erhofft, und beide haben dafür ein erhebliches persönliches Risiko in Kauf genommen.“

Der Hamburger ist nach Stationen als Auslandskorrespondent in Moskau, Brüssel und Warschau jetzt Auslandschef des Handelsblatts. Er interessiert sich besonders für Osteuropa, die arabische Welt und Iran.
Mathias Brüggmann
Handelsblatt / Korrespondent

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