Otto Happel
Großaktionär steigt bei GEA aus

Der langjährige Großaktionär des GEA-Konzerns, Otto Happel, hat seinen Ausstieg bei dem Maschinen- und Anlagenbauers angekündigt. Das ließ die Aktie abstürzen.

HB FRANKFURT. Happel teilte am Montagmorgen mit, er werde sich von seinem Aktienpaket von rund 20 Prozent trennen und auf der Hauptversammlung im Mai nicht mehr für den Aufsichtsrat kandidieren. Die rund 40 Mill. Aktien werde die Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein in einem beschleunigten Bookbuilding internationalen institutionellen Investoren anbieten. Die Aktie verlor nach der Mitteilung fast 7 Prozent auf 13,50 Euro. Nach diesem Kurs ist das Paket Happels rund 540 Mill. Euro wert.

GEA kündigte an, sich im Laufe des Tages zu dem Ausstieg Happels zu äußern. Happel hielt dem Geschäftsbericht zufolge 20,6 Prozent der Anteile und war damit größter Einzelaktionär. Rund 10 Prozent besitzt der Münchener Allianz-Konzern, 7,9 Prozent die Anlagegesellschaft Kuwait Investment Office. Der Streubesitz lag bislang bei 61,3 Prozent.

„Die Restrukturierung und strategische Neuausrichtung der früheren mg technologies trägt Früchte“, teilte Happel mit. „Das mittlerweile in GEA Group umbenannte Unternehmen ist jetzt wieder schlagkräftig und vor allem profitabel“, fügte er hinzu. Happel hatte 1999 seine Mehrheitsbeteiligung an der damaligen GEA an die damalige Metallgesellschaft verkauft. An deren Nachfolgergesellschaft mg technologies hielt er 10 Prozent, ehe er diesen Anteil Anfang 2003 auf rund 20 verdoppelte.

GEA hatte nach dem verlustreichen Verkauf seiner Autosparte Dynamit Nobel Kunststoffe (DNK) im vergangenen Jahr einen Millionenverlust gemacht, hat sich jedoch optimistisch über die Aussichten für 2006 geäußert. Auftragszahlen und Erlöse sollen steigen und das Ergebnis mit einer höheren Rate zulegen. In diesem Jahr will der im M-Dax gelistete Konzern über einen Verkauf seiner Sparte Großanlagenbau entscheiden. Das stark zyklische Geschäft schrieb zwar im zweiten Halbjahr 2005 schwarze Zahlen, machte jedoch im Gesamtjahr als einzige der vier Sparten des Unternehmens vor Zinsen und Steuern Verluste.

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