Pacifica
Bosch will australischen Bremsenhersteller kaufen

Der weltgrößte Autozulieferer Bosch will durch eine Übernahme sein Geschäft mit Bremssystemen weiter stärken. Die Stuttgarter wollen den australischen Bremsenhersteller Pacifica kaufen.

HB FRANKFURT. Einschließlich zu übernehmender Schulden koste die Firma rund 300 Mill. Euro, teilte das Stuttgarter Unternehmen am Mittwoch mit. Der Konzern will mit Pacifica sein Bremsengeschäft vor allem in Amerika und dem asiatisch-pazifischen Raum stärken.

Die Pacifica-Gruppe erzielte den Angaben zufolge mit Bremssätteln, Parkbremsen und weiteren Komponenten im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 480 Mill. Euro. Das Unternehmen beschäftigt 2 000 Mitarbeiter an weltweit 12 Standorten. Mit Bremssystemen erzielte Bosch 2005 mit 18 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,8 Mrd. Euro. Bosch ist führend bei den elektronischen Helfern ABS und ESP.

Die seit Oktober stark gestiegenen Pacifica-Aktien legten nach dem Gebot nochmals deutlich zu. Bosch zahlt nach eigenen Angaben einen Aufschlag von 22 Prozent auf den Durchschnittskurs seit Ende August. Am Mittwoch legten die Titel über 6 Prozent zu und lagen bei 2,04 australischen Dollar und damit über dem gebotenen Preis von Bosch von 1,92 australischen Dollar je Aktie.

Pacifica erklärte, erst am Mittwoch von dem Gebot in Kenntnis gesetzt worden zu sein. Die Firma empfehle den Anlegern abzuwarten. Pacifia prüfe, ob eine Empfehlung für das Angebot ausgesprochen werde. Die Kartellbehörden müssen der Übernahme noch zustimmen, die nur zustande kommt, wenn Bosch mehr als 50 Prozent der Aktien angedient werden.

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