Paketzusteller Hermes will Standards für seine Boten

Nach der letzten Enthüllungsgeschichte von Günter Wallraff bei Konkurrent GLS bemüht sich der Paketdienst Hermes um Mindeststandards für seine Boten. Lohn und Arbeitszeiten sollen klar festgelegt werden.
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Container der Hermes Logistik-Gruppe. Quelle: dapd

Container der Hermes Logistik-Gruppe.

(Foto: dapd)

BerlinDer Paketdienst Hermes will Mindeststandards bei den Löhnen und Arbeitszeiten seiner Paketboten festlegen. „Wir streben als Standard den Acht-Stunden-Arbeitstag an und wollen einen Stundenlohn zwischen sieben und 8,50 Euro als Untergrenze festlegen“, sagte der Vorstand bei der Hermes-Mutter Otto, Hanjo Schneider, der „Welt“ vom Montag.

Hermes beschäftigt allerdings keine eigenen Paketfahrer, sondern arbeitet komplett mit Subunternehmen zusammen, die ihrerseits teils weitere Subunternehmer beschäftigen. Es kann daher nur schwer Vorgaben für deren Beschäftigte machen.

Paketdienste waren zuletzt immer wieder wegen niedriger Löhne und langer Arbeitszeiten in der Kritik. So hatte beispielsweise der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff eine Zeitlang verdeckt beim Hermes-Konkurrenten GLS recherchiert. Die Gewerkschaft Verdi strebt an, bei Paketdiensten den Tariflohn als Mindestlohn einzuführen - der liegt laut "Welt" etwa in Norddeutschland bei knapp elf Euro.

  • afp
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