Der Panamera ist das erste gemeinsame Projekt seit dem Einstieg von Porsche bei VW. Die Zuffenhausener hatten sich im vergangenen September für 3,5 Mrd. Euro an VW beteiligt. Porsche-Chef Wiedeking und Finanz-Chef Holger Härter sitzen bereits im VW-Aufsichtsrat. Porsche und VW haben einen „Grundlagenvertrag“ geschlossen, nach dem solche Projekte wettbewerbsneutral wie unter fremden Dritten abgewickelt werden sollen.
Der finnische Autobauer Valmet, bei dem Porsche sein Cabrio Boxster fertigen lässt, sowie der Auftragsfertiger Magna Steyr aus Graz haben beim Panamera das Nachsehen.
Das Porsche-Geheimnis
Erfolg:
Porsche zählt mit 18 Prozent Umsatzrendite zu den profitabelsten Autoherstellern und hat zuletzt mehr als 1,2 Mrd. Euro vor Steuern verdient. Noch in diesem Jahr könnte der Absatzrekord von 100 000 Fahrzeugen fallen.
Strategie:
Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hat sich für eine Wachstumsstrategie des einst reinrassigen Sportwagenherstellers mit neuen Modellreihen entschieden. Nach dem erfolgreichen Geländewagen Cayenne will Porsche ab 2009 mit der viersitzigen Sportlimousine Panamera BMW und Mercedes attackieren und investiert dafür 1 Mrd. Euro.
Risiken:
Porsche kann nicht mehr zurück in die alte Sportwagennische. Die in der Autoindustrie geringe Fertigungstiefe von unter 20 Prozent soll die Risiken der Expansion minimieren.

