Open Synergy

Panasonic schnappt will mit Berliner Start-up autonom fahren

Elektropionier Tesla bot zuerst ein selbstfahrendes Auto an. Auch andere Hersteller halten an ihren Plänen fest. Nun will Panasonic durch die Übernahme einer Software-Firma das Geschäft mit dem autonomen Fahren ausbauen.
  • Steven Norton
Ein Autofahrer lässt die Hand vom Steuer: Bislang bietet nur der Elektropionier ein selbstfahrendes Modell an – doch das soll sich ändern. Quelle: Reuters
Tesla

Ein Autofahrer lässt die Hand vom Steuer: Bislang bietet nur der Elektropionier ein selbstfahrendes Modell an – doch das soll sich ändern.

(Foto: Reuters)

BerlinDeutsche Hightech-Unternehmen sind begehrt: Nachdem der chinesische Midea-Konzern beim Augsburger Roboterhersteller Kuka eingestiegen ist, hat nun der japanische Elektronikriese Panasonic zugeschlagen. Der Konzern kaufte die Berliner Software-Firma Open Synergy. Die Übernahme ist zwar weniger spektakulär als die von Kuka, strategisch aber spannend.

Open Synergy stellt Software-Lösungen für die Autobranche her, etwa für Multimediasysteme oder auch Systeme für die Verknüpfung von Navigation und Fahrerassistenzsystemen. Gerade diese Lösungen gelten als zukunftsweisend, sind sie doch ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum autonomen Fahren. Das Thema gilt als großer Trend in der Autoindustrie.

Die Übernahme signalisiert Panasonics Wunsch im Automobilgeschäft zu wachsen, da die Branche ihren Fokus auf das autonome Fahren setzt. Open Synergy wird eine Tochtergesellschaft von Panasonic, soll aber als eigenständiges Unternehmen erhalten bleiben. Durch den Kauf könnte Panasonic sein Automotive-Geschäft ausbauen. Es könnte helfen, mehr Technologie für vernetzte Autos zu verkaufen, einschließlich Infotainment und Fahrerassistenzsysteme, elektronische Sensoren und Armaturenbrett-Displays.

Der Innenraum der Zukunft
Ein Blick nach vorne
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Mit dem ID16 Konzept zeigt der chinesische Autozulieferer Yanfeng auf der Automesse IAA in Frankfurt, wie sich der Weltmartkführer den Innenraum der Zukunft vorstellt. Das Handelsblatt hat einen Blick ins Innere geworfen...

Offene Zukunft
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Bei diesem Concept-Auto kommt es ausnahmsweise mal nicht auf Äußerlichkeiten an. Im Inneren hat der Weltmarktführer 30 Innovationen verbaut, die einen Hinweis darauf geben sollen, wie der Innenraum der Zukunft aussehen könnte. Das Handelsblatt hat einen Blick hinein geworfen.

Mehr Übersicht
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Dominiert wird die Armatur von einem breiten Flachbildschirm, inklusive Kommunikationsleiste. Heizung, Lüftung und Klimatisierung brauchen keine Düsen mehr, sondern verteilen sich über zarte Luftschlitze.

Zurücklehnen, bitte
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Ist der autonome Fahrmodus aktiv, können sich Fahrer und Beifahrer mit einer leicht angewinkelten Sitzposition zuwenden. Auf Wunsch ist sogar ein kleiner Tisch ausklappbar.

Lenkrad auf dem Rückzug
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Wer beruflich unterwegs ist, hat genug Platz für die Arbeit während der Fahrt. Wenn das Auto selbstständig fährt, zieht sich das Lenkrad automatisch zurück.

Leder kann nicht jeder
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Manche Innovationen sind auch nicht auf den ersten Blick sichtbar. Das unterspritzte Leder im ID16 ist leichter zu verarbeiten - und damit günstiger als bisher. Wichtig, da insbesondere im Zukunftsmarkt China gerne zur Lederausstattung gegriffen wird.

Tür in die Zukunft
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Die Tür sieht mit ihrer Ambienteverkleidung nicht nur futuristisch aus, sondern ist durch ein abdeckbares Staufach richtig praktisch. Wer in kälteren Regionen unterwegs ist, kann sich freuen: auch die Armlehne ist beheizt.

Der japanische Konzern bezeichnet seine Auto-Sparte als „wichtigen Wachstumsbereich“. Er erwartet, dass er in dem Bereich im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von 2,1 Milliarden Yen erreicht. Man werde sich auf das autonome Fahren als Zukunftsthema konzentrieren, teilte der Konzern mit. Panasonic entwickelt auch Autobatterien und Mobilfunktechnik.

Die Übernahme unterstreicht die Attraktivität deutscher Technologieunternehmen für ausländische Käufer. In Deutschland führt das auch zur Sorge, dass man die Kontrolle über die fortschrittlichsten und innovativsten Firmen verlieren könnte.

Umstritten war etwa die Kuka-Übernahme. Mittlerweile hält der chinesische Elektrogeräte-Hersteller knapp 95 Prozent an Kuka. Er zahlte dafür rund 4,6 Milliarden Euro. Über den Kaufpreis, den Panasonic für Open Synergy zahlte, wurde nichts bekannt.

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