Pannenserie
Defekte GM-Zündschlösser kamen aus China

Vor wenigen Wochen musste General Motors weitere 3,4 Millionen Autos wegen defekten Zündschlössern zurückrufen. Jetzt gab der US-Konzern bekannt, dass die fraglichen Bauteile von einem chinesischen Zulieferer stammen.
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DetroitDie defekten Zündschlösser, die zum jüngsten Rückruf von mehr als drei Millionen Fahrzeugen von General Motors (GM) geführt haben, stammen aus China. Die Opel-Mutter gab Mittwoch bekannt, dass die Zündschlösser von der Firma Dalian Alps Electronics hergestellt worden seien. In einer Mitteilung an die Verkehrsaufsicht erklärte GM, weitere Details dazu bis zum 3. Juli vorlegen zu wollen.

Der US-Autobauer hatte Mitte Juni 3,4 Millionen Pkw wegen der Probleme zurückgerufen. Betroffen waren unter anderem die Modelle Buick LaCrosse, Chevrolet Impala und Cadillac DeVille. Damit beorderte GM allein im ersten Halbjahr mit 20 Millionen Fahrzeugen mehr als doppelt so viele Wagen in die Werkstätten, wie der Konzern 2013 weltweit verkauft hat.

Die jüngsten Probleme bei den Zündschlössern haben nach Konzernangaben mindestens zu acht Unfällen mit sechs Verletzten geführt. Ein ähnlicher Rückruf von 2,6 Millionen Autos Anfang des Jahres wird mit mindestens 13 Todesfällen in Verbindung gebracht. Verbraucherschützer sprechen von bis zu 300 Toten durch den Defekt, bei dem sich der Motor und elektrische Systeme wie Airbags auch bei hohem Tempo unvermittelt abschalten können.

Der Luxussportwagenbauer Aston Martin musste im Februar den Großteil seiner seit Ende 2007 gebauten Autos in die Werkstätten bestellen. Hintergrund war, dass ein chinesischer Zulieferer für ein Bauteil einen minderwertigen Kunststoff von seinem eigenen Lieferanten bekommen und dies statt des Originalmaterials verwendet haben soll.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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