Papiere hängen dem MDax um gut zehn Prozent hinterher
Heidelberger Druck sieht Ende der Branchenkrise

Der weltgrößte Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck blickt dank zunehmender Aufträge mit mehr Optimismus in die Zukunft.

HB MANNHEIM. Denn die Druckindustrie hat ihre Krise nach Einschätzung von Heideldruck-Vorstandschef Bernhard Schreier überwunden. „In den Industrieländern erwarten wird, dass sich mit der Erholung der Branche auch der in den Krisenjahren aufgebaute Investitionsstau auflösen und ein höheres Auftragsvolumen generieren wird“, sagte der Vorstandsvorsitzende des weltgrößten Druckmaschinenhersteller am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Mannheim.

Heideldruck habe nach zwei Krisenjahren und einer massiven Umstrukturierung zwar die Ertragswende im abgelaufenen Geschäftsjahr 2004/05 geschafft. Allerdings müsse die Kostenstruktur durch eine Senkung der Herstellungskosten weiter verbessert werden, kündigte Schreier an. Das Unternehmen will in den nächsten Jahren zu alter Ertragsstärke zurückzukehren.

Nach dem Verkauf der verlustbringenden Sparten Digitaldruck und Rollenoffset wurden im Geschäftsjahr 2004/05 (31. März) erstmals seit zwei Jahren wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Überschuss lag bei 61 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 695 Millionen Euro angefallen war.

Das Betriebsergebnis stieg von 79 Millionen auf 167 Millionen Euro. Der Umsatz legte um drei Prozent auf 3,2 Milliarden Euro zu. Die Zahl der Mitarbeiter ging um rund 4000 auf knapp 18 700 nach 22 800 im Vorjahr zurück. Der Vorsitzende bekräftigte die Prognose, dass im laufenden Geschäftsjahr 2005/06 der Umsatz moderat gesteigert sowie das operative und das Nachsteuerergebnis verbessern werden sollen.

Schreier sagte, Heidelberger Druck werde dank eines stark gestiegenen Auftragsbestands den Umsatz und dank Kostensenkungen auch seine Effizienz steigern. In diesem Geschäftsjahr werde der mit Abstand weltgrößte Hersteller von Bogenoffset-Druckmaschinen wieder seine Kapitalkosten verdienen. „In den Folgejahren ist es unser erklärtes Ziel, zur alten Ertragsstärke zurückzukehren“, sagte Schreier. Dazu soll ein Spar- und Beschäftigungspakt mit der Belegschaft in Deutschland beitragen, durch den die Kosten ab 2008 jährlich um rund 100 Millionen Euro sinken.

Aktionärsvertreter lobten die Ertragswende, kritisierten jedoch anhaltende Verluste bei einigen Auslandsgesellschaften etwa in Brasilien und Japan und den schwachen Aktienkurs.

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