Parkinson-Medikament
Merck stoppt Entwicklung an Safinamid

Im Jahr 2006 hat der Pharmakonzern Merck die Rechte an dem Parkinson-Medikament Safinamid erworben - jetzt gibt das Unternehmen sie wieder ab. Der Grund: Das Präparat besitze nicht das erwartete Marktpotenzial.
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ZürichDer Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck verzichtet auf eine Weiterentwicklung des Parkinson-Medikaments Safinamid. Die Rechte an Safinamid werden im April 2012 an das Pharmaunternehmen Newron zurückgegeben, wie beide Unternehmen am Freitag mitteilten. Das noch nicht zugelassene Parkinson-Medikament besitze ein geringeres Marktpotenzial als ursprünglich erwartet, begründete Merck die Entscheidung.

Merck hatte die Rechte an Safinamid 2006 von Newron erworben. Die Darmstädter haben den Buchwert von Safinamid bereits vollständig abgeschrieben. Im vierten Quartal dieses Jahres werden jedoch zusätzliche Kosten von rund 40 Millionen Euro anfallen. Auf das bereinigte operative Ergebnis vor Einmaleffekten im vierten Quartal wirkt sich dies Merck zufolge aber weder im Konzern noch in der Pharmasparte aus.

Derzeit laufen noch Phase-III-Studien zu dem Medikament, zu denen im zweiten Quartal 2012 Daten vorliegen sollen. Neue Erkenntnisse bezüglich der Wirksamkeit und Sicherheit des Medikaments lägen der Entscheidung nicht zugrunde, teilte Newron mit. Mit dem seit Januar amtierenden neuen Pharmachef von Merck, Stefan Oschmann, will der Konzern seine Arzneimittelforschung nach einer Reihe von Rückschlägen schlagkräftiger machen.

Auf der Hauptversammlung im April hatte Merck-Chef Karl-Ludwig Kley angekündigt, die Pharmaforschung zu fokussieren, Bürokratie abzubauen und noch stärker auf die Kosten zu achten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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