Industrie
Parmalat-Banker gesteht Veruntreuung

Ein ehemaliger Manager der Bank of America hat angeblich gestanden, 27 Mill. $ aus dem Parmalat- Vermögen veruntreut zu haben.

wsj/sia Ein ehemaliger Manager der Bank of America hat Ermittlungskreisen zufolge gestanden, 27 Mill. $ (21,6 Mill. Euro) aus dem Parmalat- Vermögen veruntreut zu haben. Das Finanzinstitut soll in den Betrugsfall nicht eingeweiht worden sein. Bei dem Manager handelt es sich um Luca Sala, der im vergangenen Jahr die Leitung des Corporate- Finance-Geschäfts der Bank in Italien abgab und als Berater zu Parmalat wechselte. Bei der Bank of America hatte er die Emission mehrerer Parmalat-Bonds beaufsichtigt.

Dass Sala das Geld abzweigen konnte, wurde durch ein so genanntes „Kickback“-Arrangement mit einem außenstehenden Broker möglich, der an der Emission von Parmalat-Bonds beteiligt war. Die Ermittler recherchieren nun, ob Salas Vorgesetzte bei der Bank of America von dem Arrangement gewusst haben und ob die Bank Parmalat überhöhte Provisionen in Rechnung gestellt hat. Sala bot an, 23 der unterschlagenen 27 Mill. $ zurückzuzahlen.

Die Bank of America war einer der wichtigsten Financiers der Expansionstour des Milchkonzerns während der vergangenen Jahre und half auch bei der Einrichtung eines der dubiosen Finzierungsinstrumente auf den Cayman Islands Ende der 90er-Jahre. Ein milliardenschweres Bankkonto bei der Bank of America steht im Zentrum der Untersuchungen. Nach dem Geständnis vermuten die Ermittler, der Kreis der Betrüger sei deutlich größer als nur die Familie und Vertrauten des früheren Konzernchefs Callisto Tanzi.

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