Parmalat-Chef Bondi Sanierungskonzept
Parmalat-Chef Bondi will Konzern völlig neu gründen

Der neue Chef des zusammengebrochenen Milch-Riesen Parmalat, Enrico Bondi, hat am Freitag dem Überwachungsausschuss des italienischen Industrie-Ministeriums die Grundzüge seines Sanierungsplans vorgestellt. Der Plan sieht eine völlige Neugründung des hochverschuldeten Unternehmens vor.

HB ROM. Bondis Idee ist es, den Konzern völlig neu zu gründen und die wichtigsten Gläubiger zu Aktionären dieser so genannten „Newco“ zu machen. Ein Treffen mit den Gläubigern sei für Ende nächster Woche geplant, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Freitag. Voraussichtlich werde Bondi - falls die Gläubiger zustimmen - den Rettungsplan bis Mitte Juni der Regierung präsentieren, hieß es weiter.

Medienberichten zufolge sieht der Plan zudem vor, dass nicht mehr eine einzige Person gleichzeitig Präsident und Geschäftsführer des Konzerns sein darf. Auch Tochterfirmen in Steuerparadiesen soll es künftig nicht mehr geben. Die Parmalat-Gruppe war Ende vergangenen Jahres für insolvent erklärt worden, nachdem ein Finanzloch in Milliardenhöhe bekannt geworden war. Bis heute wird die Verschuldung auf rund 14,8 Milliarden Euro geschätzt. Bis zum Herbst hofft Bondi, das Unternehmen wieder an die Mailänder Börse zu bringen, von der es im vergangenen Dezember suspendiert worden war.

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