Partner gesucht: BMW in Flirtlaune

Partner gesucht
BMW in Flirtlaune

Bei seiner Suche nach geeigneten Kooperationspartnern liebäugelt BMW nicht nur mit dem Daimler-Konzern. Während der bayerische Autokonzern mit dem Stuttgarter Konkurrenten vor allem über eine Motorenkooperation verhandelt, ist die Themenpalette bei Gesprächen mit anderen Herstellern offenbar breiter gefasst.

DETROIT. Der bayerische Autokonzern BMW liebäugelt ungeachtet des derzeitigen Flirts mit dem Daimler-Konzern auch mit einer Zusammenarbeit mit anderen Herstellern. "Wir sprechen nicht nur mit Mercedes über eine Kooperation", sagte BMW -Chef Norbert Reithofer dem Handelsblatt am Rande der Autoshow in Detroit.

Mit anderen Gesprächspartnern kämen auch andere Themen zur Sprache: "Auch die Palette ist breiter, so reden wir auch nicht nur über eine Motorenkooperation." Gefragt, ob mit Audi, Ford oder Fiat gesprochen werde, antwortete der BMW -Chef: "Nicht mit Audi." Daimler-Boss Dieter Zetsche betonte, BMW und Mercedes wollten nach wie vor Felder für eine Kooperation auf dem Gebiet der Komponenten, wozu auch die Motoren zählten, finden. Ein zunächst erwogenes komplettes Plattformkonzept im Kompaktwagensegment mit dem Rivalen sei jedoch bereits verworfen worden.

Mercedes und BMW sprechen seit Monaten über eine Kooperation bei Motoren und Getrieben im Kleinwagensektor. Daimler-Vorstand Thomas Weber hat jüngst im Interview mit dem Handelsblatt eine Entscheidung noch für das Frühjahr dieses Jahres angekündigt. Zetsche hatte bereits vor Monaten bestätigt, dass Daimler mit BMW und anderen über kostensparende Kooperationen beispielsweise bei konventionellen Verbrennungsmotoren verhandelt.

Gespräche gibt es auch mit dem italienischen Autobauer Fiat. Dessen Chef Sergio Marchionne hatte noch im Dezember betont, dass die Gespräche nicht beendet seien.

Volkswagen führt keine entsprechenden Gespräche: "Über die bestehenden Kooperationen hinaus sehen wir angesichts der breiten Aufstellung des VW -Konzerns mit seinen acht Marken keinen Bedarf mehr für weitere Kooperationen", sagte VW -Chef Martin Winterkorn.

BMW hat dagegen Daimler angeboten, sich an seinem Motoren-Bündnis mit dem französischen Hersteller Peugeot zu beteiligen. Mit diesem hat BMW Vierzylinder-Motoren mit Direkteinspritzung entwickelt, die auch Mercedes beim 2011 geplanten Nachfolger der A- und B-Klasse einsetzen könnte.

Bisher kooperieren BMW und der Mercedes-Mutterkonzern Daimler lediglich in einzelnen technischen Bereichen wie der Entwicklung des Hybridmotors, einer Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor. Beide Hersteller wollen jedoch angesichts der Klimadebatte in Zukunft eine führende Rolle bei emissionsarmen und umweltfreundlichen Fahrzeugen einnehmen.

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