Partner oder Käufer gesucht
Bosch will Zündtechnik nicht alleine fortführen

Bosch sucht einen Partner oder einen Käufer für das Geschäft mit Startern und Generatoren. Nur so könne der Bereich stärker wachsen als bisher. IG Metall und Betriebsräte warnen.
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StuttgartDer Autozulieferer Bosch will das Geschäft mit Startern und Generatoren nicht mehr alleine fortführen. Für die Sparte mit einem Jahresumsatz von zuletzt 1,4 Milliarden Euro werde ein Partner oder ein Käufer gesucht, erklärte das Unternehmen am Dienstag in Stuttgart. Damit könne der unter hohem Konkurrenzdruck stehende Bereich stärker wachsen als bisher.

Zum Gewinn machte Bosch keine Angaben. Das Geschäftsergebnis sei solide, erklärte Rolf Bulander, Chef des Kfz-Geschäfts. Die Sparte beschäftigt an 13 Standorten weltweit rund 6500 Mitarbeiter. Gut ein Fünftel von ihnen arbeitet in Deutschland, weitere Werke gibt es etwa in Spanien, Ungarn, China und Indien.

Die IG Metall und Betriebsräte von Bosch kritisierten den Plan. „Es entspricht nicht der nachhaltigen Unternehmenskultur von Bosch, mit Standorten und Beschäftigten Kasino zu spielen“, erklärte der stellvertretende IG-Metall-Chef Jörg Hofmann. Bosch dürfe sich nicht aus der Verantwortung für die beiden deutschen Standorte Hildesheim und Schwieberdingen entziehen, forderte Alfred Löckle, Vorsitzender des Bosch-Konzernbetriebsrats.

Die Belegschaft wurde von der Ankündigung überrascht. Der Bereich sei erst saniert worden, erklärte der Betriebsrat. Ende März war eine Vereinbarung zur Standortsicherung unterzeichnet und der Entgeltverzicht der Beschäftigten teilweise zurückgenommen worden. Die Menschen wollten bei Bosch arbeiten und nicht verkauft werden.

Das Unternehmen erklärte, der Geschäftszweig sei durch einfachere und flexiblere Strukturen wettbewerbsfähiger geworden. „Ein Partner oder Käufer kann diesen Aktivitäten weiteren Schub geben, und die derzeitige internationale Aufstellung noch weiter ausbauen“, hieß es weiter.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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