Partnerschaft mit SAIC und Verkauf der Ersatzteillogistik bringen Geld in die Kasse
MG Rover verschafft sich Luft im Überlebenskampf

Die Zukunft des letzten unabhängigen britischen Automobilherstellers, MG Rover, ist auch vier Jahre nach der Trennung von BMW noch nicht gesichert. „Ich glaube, dass wir eine Zukunft haben, auch wenn diese immer wieder gefährdet ist“, sagte Jürgen Voss, der Deutschland-Geschäftsführer von MG Rover, dem Handelsblatt.

hof FRANKFURT. Seit gestern ist die Gefahr wieder etwas kleiner geworden: MG Rover hat die Ersatzteillogistik an eine Tochter der Caterpillar Inc. verkauft. Die Einnahmen von 100 Mill. Pfund (etwa 150 Mill. Euro) sollen, so das Versprechen von MG Rover-Chef Kevin Howe, in die Firma investiert werden. Fakt ist jedoch, dass MG Rover – wie schon durch Immobilienverkäufe in der Vergangenheit – weiter an Substanz verliert, sagen Branchenkenner.

Doch nicht alle Beobachter sind pessimistisch: „Bereits mit dem Engagement der chinesischen SAIC sind die Überlebenschancen dramatisch gestiegen“, sagt Philipp Rosengarten, Analyst bei Global Insight. Denn die Vereinbarung über eine „strategische Zusammenarbeit“ mit dem größten Autoproduzenten Chinas und VW-Partner Shanghai Automotive Industry Corporation (SAIC) beinhaltet einen Mittelzufluss an MG Rover, der in der Branche in einem ersten Schritt auf bis zu 450 Mill. Euro geschätzt wird. Davon könnte die Entwicklung dringend benötigter neuer Modelle – etwa eines kleinen Vans – finanziert werden.

Doch mit dem Einstieg von SAIC könnte auch das Ende des bisherigen MG-Rover-Eigners Phoenix Venture Holdings begonnen haben, wird in der Branche spekuliert. SAIC hat sich wie andere lokale Konkurrenten vorgenommen, den chinesischen Markt nicht den ausländischen Markenherstellern zu überlassen. Eine exportfähige Marke wie Rover könnte den Chinesen gut in die Strategie passen. An der sportlichen Schwestermarke MG könnten Toyota oder der koreanische Konzern Hyundai Interesse haben, wird gemunkelt. Toyota hat vor ein paar Jahren angekündigt, GM und Ford überrunden und an die Spitze der weltweiten Automobilproduktion vorstoßen zu wollen. Den einst eisernen Grundsatz, nur intern zu wachsen, stellten die Japaner hinter dieses Ziel zurück. Zu konkreten Plänen lehnt Toyota allerdings jeden Kommentar ab.

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