Partnerschaft soll beiden Firmen nützen
Autozulieferer Bertrandt setzt auf Komplettangebote

Der Einstieg von Thyssen-Krupp Automotive soll dem Ingenieurskonzern Bertrandt AG Zugang zu größeren Aufträgen sichern.

EHNINGEN. Seinen neuen Großaktionär hat Dietmar Bichler, Vorstandschef der Bertrandt AG, in jahrelanger Zusammenarbeit kennen gelernt: Für den Autozulieferer Thyssen-Krupp Automotive AG (TKA) entwickelt der schwäbische Ingenieurskonzern Fahrzeugteile. Um die Verbindung zu vertiefen, haben Bichler und Bertrandt-Aufsichtsrat Heinz Kenkmann ein Aktienpaket von 25,2 Prozent aus den eigenen Beständen für TKA geschnürt.

Bichler ist überzeugt, dass die so untermauerte Partnerschaft beiden Firmen nützt – nicht nur, weil Bertrandts Entwicklungskompetenzen bis hin zur Fertigungsplanung und Thyssens Stärken in den Bereichen Karosseriebau, Antriebsstrang und Fahrwerk sich zu kompletten Angeboten an die Autohersteller bündeln lassen: „Wir gewinnen auch neues Know-how im Werkstoffbereich, und TKA erhält die Möglichkeit, neue Material- und Fertigungskonzepte früh anbieten zu können“, sagt Bichler, dessen Unternehmen auf Platz zwei der deutschen Automobil-Entwicklungsdienstleisters – hinter der Fuldaer Edag AG – liegt.

Viel direkteren Nutzen sieht Stilian Bojadjiev, Analyst der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW): „Mit TKA kann Bertrandt an deutlich größere Projekte herankommen als bisher.“ Das Gespann sei auch für die Autohersteller attraktiv: Das Angebot, von der Entwicklung fast bis zum fertigen Auto alles aus einer Hand zu liefern, käme den Konzernen entgegen, die sich bemühen, die Zahl der direkten Zulieferer zu reduzieren.

Bojadjiev, der die Bertrandt-Aktie vor dem Thyssen-Einstieg als überbewertet eingestuft hatte, hat sie nun auf „kaufen“ gesetzt. Er denkt schon weiter: „Bei einer erfolgreichen Zusammenarbeit könnte TKA versuchen, Bertrandt ganz zu übernehmen.“

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