Partnerschaften für kleinere Anteile wahrscheinlicher
Bayer gibt Suche nach Pharma-Partner auf

Mehr als zwei Jahre lang haben die Leverkusener nach dem Lipobay-Debakel an die Türen möglicher Interessenten geklopft. Doch niemand bat den Konzern herein. Jetzt muss Bayer verstärkt über andere Optionen nachdenken. So wird bereits das Einsparpotenzial in anderen Sparten geprüft.

HB DÜSSELDORF. Der Entschluss zur Einstellung der Partnersuche soll voraussichtlich bei der Vorlage der Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2003 am 11. November offiziell mitgeteilt werden, hieß es am Mittwoch aus Unternehmenskreisen. "Spekulationen kommentieren wir grundsätzlich nicht. Wir werden uns erst zu dem Thema äußern, wenn die Überlegungen und Gespräche abgeschlossen sind. Das ist nicht der Fall", sagte ein Bayer-Sprecher dazu.

Das Unternehmen sucht seit mehr als zwei Jahren erfolglos einen Partner für die durch den Rückruf des Cholesterinsenkers Lipobay 2001 in die Krise geratene Pharmasparte. Bayer müsse über andere Optionen wie Partnerschaften für kleinere Anteile bei Pharma nachdenken, hieß es nun in Branchenkreisen. "Es ist unwahrscheinlich einen Partner für eine übergreifende Lösung zu finden, einen Partner für das gesamte Pharmageschäft."

Bayer-Chef prüft Alternativen

Den Unternehmenskreisen zufolge sagte Bayer-Chef Werner Wenning bei der vergangenen Sitzung des Aufsichtsrats Mitte September, die Suche nach einem Partner sei bisher erfolglos geblieben. Allerdings würden nun Verkäufe bei den Blutprodukten erwogen. Zurzeit werde zudem insbesondere beim Polymergeschäft weiteres Einsparpotenzial geprüft, das über die bereits bekannt gegebenen Kostenreduzierungen hinausgehen sollen, hieß es in den Unternehmenskreisen. "Sämtliche Einsparprogramme des Konzerns - nicht nur bei den Polymeren - werden seit längerer Zeit intensiviert", sagte der Bayer-Sprecher.

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