Patentabläufe: US-Pharmakonzern Lilly setzt auf Sparkurs

Patentabläufe
US-Pharmakonzern Lilly setzt auf Sparkurs

Das Unternehmen Eli Lilly will durch Einsparungen mehr Gewinn einfahren. Denn für den Pharmakonzern brechen schwierige Zeiten an: Mehrere Patente umsatzstarker Medikamente laufen aus. Trotzdem soll der Umsatz steigen.
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New YorkSparerfolge sollen dem US-Pharmariesen Eli Lilly im laufenden Jahr zu mehr Gewinn verhelfen. Außerdem setzt Konzernchef John Lechleiter auf robuste Geschäfte mit neueren Arzneien und eine anhaltend hohe Nachfrage in der Tiermedizin-Sparte. „Wir haben in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht und gehen davon aus, dass der Trend 2013 anhält“, erklärte Lechleiter am Freitag. An der Börse kamen seine Jahresziele gut an, die Lilly-Aktie legte 3,2 Prozent zu.

Der Konzern gehört zu den US-Pharmaherstellern, die derzeit Patentabläufe bei mehreren umsatzstarken Medikamenten verkraften müssen. Dazu zählt der einstige Kassenschlager Zyprexa gegen Schizophrenie, dessen Umsätze bereits eingebrochen sind. Das Patent-Aus für das Mittel Cymbalta gegen Depressionen kommt im Dezember. Das Präparat steht für Jahresumsätze von fünf Milliarden Dollar. Anfang 2014 dürfte dann auch das verkaufsstarke Osteoporose-Präparat Evista im Wettbewerb mit den günstigeren Kopien der Generika-Branche stehen. Für die Zukunft sieht sich der Konzern aber gut gerüstet. Aktuell befinden sich bei Lilly 13 Medikamente in der späten klinischen Testphase.

Konzernchef Lechleiter rechnet für dieses Jahr mit kräftigem Wachstum in Japan sowie in den Schwellenländern, besonders in China. Lilly stellte einen stagnierenden bis leicht steigenden Umsatz zwischen 22,6 und 23,4 Milliarden Dollar in Aussicht. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll auf 3,75 bis 3,90 Dollar zulegen von geschätzten 3,30 bis 3,40 Dollar im vergangenen Jahr. Ein für das abgelaufene Jahr erwarteter positiver Steuereffekt soll jetzt erst 2013 verbucht werden und ist laut Lilly im Gewinnausblick noch nicht berücksichtigt. Dieser noch unbezifferte Effekt steht in Zusammenhang mit der Einigung im US-Haushaltsstreit.

 

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