Patentausläufe werden Bristol-Myers Squibb belasten
Astra Zeneca setzt auf neue Medikamente

Europas zweitgrößter Pharmakonzern Astra Zeneca rechnet nach einem Rückgang im vergangenen Jahr für 2004 wieder mit einem Gewinnplus und setzt dabei vor allem auf neue Produkte. Die Geschäftsprognosen der US-Wettbewerber Eli Lilly und Bristol-Myers Squibb fielen dagegen unterschiedlich aus.

HB LONDON/NEW YORK. Der britisch-schwedische Konzern prognostizierte in London für dieses Jahr einen Gewinn je Aktie von 2,00 bis 2,15 Dollar. Im Vorjahr war der Gewinn je Aktie noch auf 1,78 Dollar von zuvor 1,84 Dollar im Jahr 2002 gesunken. Das Astra-Zeneca-Management begründete seine Prognose vor allem mit dem erwarteten Markterfolg neuer Medikamente sowie mit geringeren Belastungen durch Nachahmerpräparate. Zu den Hoffnungsträgern zählen unter anderem der Bluttfettsenker Crestor und der Blutgerinnungshemmer Exanta. Mit diesen will der Konzern die Umsatzdelle beim einstigen Verkaufsschlager, dem Magenmittel Losec (US-Name: Prilosec) wieder ausgleichen.

Die Gewinnzahlen für das vergangene Jahr trafen die Schätzungen der Analysten. Der Umsatz stieg 2003 um sechs Prozent auf 18,85 Mrd. Dollar. Allerdings blieben die Verkäufe des Cholesterin-Senkers Crestor im abgelaufenen Jahr hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Crestor steuerte nur 129 Mill. Dollar zum Umsatz bei, während Analysten im Schnitt mit 186 Mill. Dollar gerechnet hatten. An der Londoner Börse büßten Astra-Zeneca-Aktien bis zum Nachmittag 2,9 % auf 2612 Pence ein. Unternehmenschef Tom McKillop sagte, er bleibe zuversichtlich, dass Crestor einen Anteil von 20 % im entsprechenden Markt für Cholesterin-Senker erreichen werde.

Der US-Konzern Eli Lilly mit Sitz in Indianapolis im US-Bundesstaat Indiana bekräftigte am Donnerstag seine Geschäftsprognose für das laufende Jahr. Danach geht Lilly derzeit von einem Gewinn je Aktie zwischen 2,80 und 2,85 Dollar aus. Dies entspricht einem Zuwachs von 18 bis 20 %. Im Schlussquartal des vergangenen Jahres hatte der Arzneimittelhersteller unter anderem wegen hoher Marketingkosten den Gewinn nur leicht auf 747 Mill. Dollar nach 736,3 Mill. Dollar ein Jahr zuvor gesteigert. Vor Einmalposten habe sich der Gewinn auf 67 Cent je Aktie belaufen, was den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten entsprach. Der Umsatz stieg um 17 % auf 3,47 Mrd. Dollar. Die Umsätze mit dem Schizophrenie-Medikament Zyprexa, dem Top-Produkt des Konzerns, legten um 16 % auf 1,14 Mrd. Dollar zu.

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