Patentklage
Sanofi Bristol siegen vor US-Gericht im Plavix-Streit

Die Pharmariesen Sanofi-Aventis und Bristol-Myers Squibb haben im Streit um den Patentschutz ihres milliardenschweren Hauptumsatzbringers Plavix einen wichtigen Sieg errungen.

HB NEW YORK. Ein Gericht in New York kam am Dienstag zu dem Urteil, das Patent des lukrativen Mittels sei weiterhin gültig. Die Aktien von Bristol Myers-Squibb sprangen daraufhin an der Wall Street deutlich in die Höhe: der Aktienkurs lag zeitweise 4,5 Prozent im Plus. In Paris gewannen Sanofi-Aktien in der Spitze mehr als zwei Prozent.

Richter Sidney Stein kam in seinem Urteil zu dem Schluss, der kanadische Generikahersteller Apotex habe nicht beweisen können, dass das Patent für Plavix ungültig sei. In Reaktion erklärten beide Konzerne, der Patentschutz für den Plavix-Wirkstoff in den USA gelte weiterhin bis November 2011. Apotex kündigte an, gegen das Urteil umgehend in die Berufung zu gehen.

Das Thrombose-Mittel ist ein Schlüsselmedikament der französischen Sanofi-Aventis. In den USA vertreibt Bristol-Myers das Präparat und erwirtschaftet damit einen bedeutenden Teil seiner Gewinne. Nach Angaben des Pharma-Marktdatenanbieters IMS Health war Plavix 2006 mit einem Umsatz von 5,8 Mrd. Dollar weltweit das viertumsatzstärkste rezeptpflichtige Medikament.

Apotex hatte seit 2002 den Patentschutz von Plavix angefochten und argumentiert, das Medikament sei nicht wirklich innovativ und basiere auf einem Patent, das bereits 2003 abgelaufen sei. Die Kanadier hatten im August zeitweilig eine Kopie des Blutverdünners auf den US-Markt gebracht, die kurz darauf mit einer einstweiligen Verfügung aber wieder gestoppt worden war.

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