PDAC-Kongress
Experten erwarten langes Rohstoff-Tief

Die Flaute auf dem Rohstoffmarkt wird nach Ansicht von Experten noch lange anhalten. Mit einer spürbaren Verbesserung sei erst ab 2011 zu rechnen, heißt es. Jetzt ruht die Hoffnung auf der Nachfrage aus den Schwellenländern.

TORONTO. Mit einer grundlegenden Verbesserung des Marktes für Basismetalle wie Stahl und Kupfer ist nach Ansicht von Analysten erst 2011 zu rechnen. Zwar könne bereits im zweiten Quartal dieses Jahres der Tiefpunkt erreicht werden und ein langsamer Anstieg der Preise einsetzen, sagte Rohstoffanalyst Alan Williamson von Galena Asset Management auf einer Branchenkonferenz in Toronto. "Aber die Erholung wird wahrscheinlich enttäuschend sein." Eine entscheide Rolle spielten dabei die Schwellenländer.

An dem Kongress der "Prospectors and Developers Association of Canada" (PDAC) nehmen etwa 15 000 Vertreter der Bergbauindustrie und Marktbeobachter teil. Die PDAC-Konferenz ist das weltgrößte Treffen von Explorations- und Entwicklungsunternehmen der Rohstoffbranche. "Die aufstrebenden Märkte werden die Erholung anführen müssen", sagte Williamson. 2008 sei das globale Wachstum zum größten Teil von den neuen Märkten gekommen. "Nun ist ein Aufschwung in den Schwellenländern der Schlüssel zum Wachstum beim Metallverbrauch."

Im Dezember sei die Industrieproduktion in den OECD-Staaten im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent gesunken, in den Nicht-OECD-Ländern seien es lediglich minus drei Prozent gewesen. Williamson erwartet, dass die Industrieproduktion 2009 um 7,6 Prozent zurückgehen, im nächsten Jahr aber um 4,8 Prozent zulegen werde. Die Erholung im chinesischen Bausektor wird nach seiner Einschätzung ein entscheidender Faktor in der weiteren Entwicklung der Rohstoffmärkte sein.

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