Personal-Querelen
Familie Siemens wünscht sich Ruhe

Erst Löscher, jetzt Ackermann: Nacheinander hat der Siemens-Konzern erst den Vorstandschef, dann einen prominenten Aufsichtsrat verloren. Die Unternehmerfamilie bittet um Ruhe und beschwört die Tradition.
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FrankfurtDie Familie Siemens wünscht sich nach den Turbulenzen in der Führungsetage des Münchener Technologiekonzerns eine Rückkehr zum Alltagsgeschäft. „Uns als Familie liegt daran, dass wieder Ruhe einkehrt“, sagte Nathalie von Siemens, Ur-Ur-Enkelin des Gründers und Vorsitzende der Siemens-Stiftung, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ laut Vorabbericht. „Wir haben als Familie eine enge emotionale Verbindung zum Unternehmen. Wir versuchen, die Tradition der Gründerväter lebendig zu halten.“

Erst am Donnerstag hatte Josef Ackermann die Konsequenzen aus dem Machtkampf mit Aufsichtsratschef Gerhard Cromme gezogen und seinen Rückzug aus dem Kontrollgremium von Siemens angekündigt. Als Grund für sein Ausscheiden hatte der frühere Chef der Deutschen Bank „unterschiedliche Vorstellungen, wie man den Prozess der Nachfolge gestaltet“ angeführt. Ackermann hatte die Turbulenzen rund um den Chefwechsel bei Siemens mehrfach intern kritisiert und war einem Machtkampf mit Cromme unterlegen. Finanzvorstand Joe Kaeser hatte Ende Juli den Vorstandsvorsitz von Peter Löscher übernommen. Dem waren tagelange Ränkespiele im Aufsichtsrat vorausgegangen.

„Herr Löscher bleibt Vorsitzender des Stiftungsrates“, machte von Siemens klar. "Darum ist er vom Unternehmen ausdrücklich gebeten worden: Für uns ändert sich nichts durch den Wechsel an der Konzernspitze“, sagte sie der „FAS“. Die Nachfahren des Konzerngründers Werner von Siemens sind nach wie vor größter Aktionär des Münchener Konzerns.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Personal-Querelen: Familie Siemens wünscht sich Ruhe"

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  • "Die Unternehmerfamilie bittet um Ruhe und beschwört die Tradition. "
    Tradition war auch mal ein ordentliches Verhältnis zu den Mitarbeitern, und nicht nur die Gier nach schnellem Geld. Und heute? Outsourcing, Arbeitssklaven.
    So ist Tratition und Ruhe auf ewig verloren!

  • Zitat : Familie Siemens wünscht sich Ruhe


    - UND DIVIDENDEN ! Und das alles fürs NICHTS TUN...???!!!!

    Welche frommen Wünsche doch manche haben....?

  • Werte und Ethik eines Tradionsunternehmens? Meinen die etwa Leiharbeit, Werkverträge, Schwerbehinderte und Leute über 50 rausschmeisen, Firmenteile verkaufen bei weniger als 15 % Rendite, Mitarbeiter als Kostenstelle ansehen, Mitarbeiter wie Dreck behandeln, minderwertige Ware herstellen, unfähig Großprojekte zu stemmen usw.? Sind dass die Werte von Siemens? Nun dann Siemens, mach weiter so damit diese Firma endlich vom Markt verschwindet!

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